Gedanken

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Der Weg zum Gipfel

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Wenn man einen Berg aus der Ferne betrachtet, dann wirkt der Gipfel unerreichbar. Hoch wächst er in den Himmel hinein, die äußerste Spitze von Wolken umschwebt. Sie zu erreichen, wie soll das möglich sein? Sie ist so weit entfernt, so hoch, ein majestätisch thronendes Felsmassiv.
Aber wenn man am Fuß des Berges steht, dann sieht es wohl anders aus. Wenn man nicht auf den Gipfel blickt, sondern auf den Weg vor einem. Auf den nächsten Schritt. Denn ein kleiner Schritt ist nicht schwer. Ein kleiner, einzelner Schritt bloß. Und dann noch einer. Vorsichtig. Behutsam. Ein Schritt nach dem anderen, mit Bedacht gewählt. So kann man es schaffen. So kann man einen ganzen hohen Berg erklimmen.
Denn auch der Weg zum Gipfel, so steil und so weit er auch sein mag, besteht aus kleinen Schritten. Aus vielen kleinen, einzelnen Schritten.

 

Kornblumenblau

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Kornblumenblau – auf den ersten Blick scheint es einfach. Das Blau der Kornblumen, die mit ihren zarten Blütenblätter die Feldränder säumen. Aber sieht man genauer hin, so stellt man fest, das die Blüten unzählige verschiedene Blautöne aufweisen. Das Innere der Blüte ist meist beinah violett, drumherum ein dunkler, mitternachtsblauer Kranz, dann hellere Blautöne, die ineinander übergehen. Leichtfertig fassen wir all die unterschiedlichen Schattierungen zu einem Wort zusammen. Kornblumenblau. Was ist es nun?
Manchmal, so scheint es mir, gibt es nicht eine Wahrheit; nicht ein Blau der Kornblume; sondern viele. Viele Schattierungen, viele Seiten. Man muss näher herangehen, um das zu erkennen. Und auch wenn man nie alles sehen wird, so kann man sich doch bemühen, die verschiedenen Facetten wahrzunehmen. Denn die absolute, die einzig richtige Wahrheit, die gibt es selten.
Den einzig echten Kornblumenblauton habe ich nicht gefunden. Es sind viele. Und sie sind alle wahr.

 

Jeder neue Tag

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An jedem Tag können wir entscheiden, wie wir unser Leben leben wollen. An jedem Tag können wir einen kleinen Schritt machen, in die Richtung von der wir immer geträumt haben. Oder wir können stehenbleiben. Uns treiben lassen.
Es ist immer eine Entscheidung. Tag für Tag. Auch wenn man bereits hunderte Kilometer in eine Richtung gegangen ist, so entscheidet man doch bei jedem Schritt erneut, wohin man den Fuß setzt. Mit jedem Schritt kann man die Richtung ändern, ganz gleich wo man steht.