Es träumen die Wälder

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Es ist still. Nur die Vögel sind zu hören. Und der Wind, der um die Zweige streift. Ein feines Rauschen.

Sonnenstrahlen suchen ihren Weg zwischen den tanzenden Blättern hindurch und malen Flecken auf den dunklen Waldboden. Ein Schmetterling lässt sich auf eine rosafarbenen Blüte nieder. Ein kleiner Käfer mit glänzendem Panzer sucht seinen Weg zwischen moosbewachsenen Steinen und abgebrochenen Ästen.

Dann ein leises Knacken. Ein Reh taucht auf. Schlanke Gestalt und funkelnde Augen. Einen Moment regungslos verharrend. Und dann wieder fort, zwischen schmalen Bäumen und mächtigen Stämmen hindurch. In die Tiefen des Waldes, in die man als Mensch kaum vorzudringen vermag.

Wenn man den Kopf in den Nacken legt, kann man ein Stückchen Himmel sehen. Blauer Himmel, weiße Flecken, eingerahmt von grünen Blättern.

Es ist still. Es ist friedlich. Es ist eine andere Welt, direkt nebenan und doch so fernab der gedängten Hausfassaden, der breiten Straßen, der drückenden Luft. Der Menschen und Menschen.

Es ist als träumten die Wälder leise vor sich in in dieser schnellen lauten Welt.

6 Gründe, Regen zu lieben

Allzu oft ärgert man sich über nasse Kleider, graue Himmel und Pfützen auf dem Gehweg. Aber auch der Regen hat seine schönen Seiten…

  1. Ohne Wasser wäre kein Leben möglich. Der Regen bringt Wasser zu Pflanzen und Tieren, füllt Flüsse und Bäche.
  2. Die Regentropfen klopfen ihre eigenen Melodien auf Dächer und Fensterscheiben. Man kann zuhören und ruhig werden.
  3. Nach einem Gewitter schmeckt die Luft immer anders, frischer und klarer. Und die Farben schillern, als wäre die Welt gewaschen worden.
  4. Sie sind wunderschön, diese kleinen Tropfen, die wie silberne Perlen an Grashalmen und Zweigen hängen.
  5. Ohne Regen gäbe es keine Regenbögen – und auch die sind wunderschön.
  6. Zu guter Letzt: Ohne ihn würden wir einen blauen Himmel wohl nicht zu schätzen wissen…

Wort der Woche: Regen

Vom Wind getragen

Manche Dinge gehen kaputt, wenn man sie festhält.
Manche Dinge muss man loslasse, damit der Wind sie an den Ort tragen kann, an den sie gehören.

Schmetterlinge zum Beispiel.
All jene, denen es bestimmt ist, zu fliegen.

Die Vergangenheit.
Erinnerungen, die uns festhalten, in einer Zeit, die es nicht mehr gibt.

Blütenblätter und Schneeflocken.
So fragil, dass eine Berührung sie zerbrechen könnte.

Entscheidungen

Manchmal weiß man genau, was das Eine und was Alles Andere sein wird. Manchmal ist es nicht schwer.

Aber an anderen Tagen, zu andere Momenten, ist man sich das Anderen gar nicht bewusst. Eine unsichtbare Masse an Vielleichts, die nie in Erscheinung treten. Nebelschwaden, auf dem Weg, den man nicht gewählt hat.

Und in den schwierigsten Augenblicken gibt nur Alles Andere und nicht mehr das Eine. Gibt es nur eine große Kreuzung, und keinen Weg, der klar hervorsticht. Eine große Kreuzung, auf der man herumirrt, ein Schritt nach rechts, nach vorne und zurück. Wieder in die Mitte, aus Angst, den falschen Pfad zu wählen.

Aber vielleicht, ganz vielleicht, gibt es keinen richtigen und keinen falschen Pfad. Vielleicht kann man auf jedem Weg die Sterne treffen, wenn man die Schritte nur richtig setzt.

 

Kannst du dich mal entscheiden?

Regen, Sonne, Wind, Sturm, Nebel, Stille, Hagel oder Hitze
Kannst du dich jetzt bitte mal entscheiden?

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Doch auf die Frage werden wir wohl (vom Wetter) nie eine Antwort bekommen.
Aber so ist es nicht nur mit dem Wetter.
Auch wir sind so.
Können uns nicht entscheiden.
Fangen eine Sache an, beginnen die nächste, bevor die erste zuende gebracht
wurde. Nebenbei noch mal kurz das Programm abklären, die Einkaufsliste im
Hinterkopf behalten, die Nachrichten checken und eigentlich musst du
ja auch schon längst an deinem Arbeitsplatz sitzen. Doch stattdessen suchst
du den Autoschlüssel, willst noch eben die Blumen gießen und eigentlich
solltest du überhaupt erstmal etwas frühstücken.

Du merkst es erst, wenn es zu spät ist, wenn du schon in die Spirale
hineingeraten bist, dich alles verfolgt, du hinter jedem herhinkst, selbst
nicht mehr weißt, was jetzt gerade los ist, wo du selber stehst.

Langsam! Keine Angst. Du kommst wieder aus dieser Spirale heraus.
Konzentrier dich auf das Jetzt, mache das beste aus der Situation.
Es kann wieder gut werden, auch wenn du dir das gerade überhaupt nicht
vorstellen kannst.

Denn du darfst nie vergessen, Regenbögen sind wunderschön.