Das Glück, ein scheues Tier

Wieder Sonntag, wieder Zuwachs für unsere Sammlung aus Lieblingszeilen. Für heute habe ich diesen schönen Satz für euch: „Denn das Glück (…) wird plötzlich vor dir stehen.“ aus Marys Gedicht Auf der Suche nach dem Glück.

Mit dem Glück ist ein wenig wie mit einem scheuen Tier. Wenn du hinterherläufst, dann flieht es. Versteckt sich in den Schatten. Wenn du nach im rufst, dann bleibt es verborgen. Fürchtet die laute Stimme.

Darum lass das Laufen und Rufen. Es wird zu dir kommen. Das Glück. Vertraue darauf. Vielleicht wird es sich anschleichen, aus einer unerwarteten Richtung, sodass man es gar nicht kommen sieht. Aber dann wird es auf einmal vor dir stehen. Nimm es wahr, und schätze, solange es da ist. Aber  sei behutsam. Glück, das man einsperrt, ist kein Glück mehr.

Einmal lächeln bitte – das ist doch nur eine Kleinigkeit

„Ich zähle mein Lächeln“ ist die Devise von Lilian.
Einfach mal froh sein und sich freuen über die Kleinigkeiten im Leben.
Das erscheint vielleicht komisch.
Doch ich hab es ausprobiert. Meine Laune steigert sich, wenn ich mich einfach
mal freue, dass alte Foto anzuschauen, der Sonne entgegezulächeln oder mit
Freunden Zeit verbringen zu dürfen.

Wie ist das bei euch? Habt ihr da auch schonmal drauf geachtet?

„Ich zähle mein Lächeln“ ist ein Satz den man nicht vergessen sollte,
denn die Freude über Kleinigkeiten macht das Leben lebenswert 🙂

Halt mich fest und lass mich fliegen

Wieder ist Sonntag und ich durchstöbere unsere alten Beiträge nach Lieblingszeilen. Dabei sind mir zwei Verse aus dem Gedicht Zu viele Menschen? von Mary ins Auge gesprungen, aus denen ich etwas Neues spinnen möchte:

„Lasst mich los. – Nein, lasst mich nicht fallen.“

Halt mich fest und lass mich fliegen.
Bleib bei mir, geh ruhig fort.
Erzähl mir alles, hör meine tausend Worte.
Träume, singe, schwebe, schweige.
Sei laut und leise.
Gestern und Morgen.
Der Mond, die Sonne und hundert Sterne.
Sei du selbst und ein Teil von mir.

Erinnerungen

Auch ich hab im Archiv gekramt:

„Ein Teil von dir, der bleibt bei mir,
den hat mein Herz umfasst.“ – aus „Auch wenn die Blumen welken“,
einem Gedicht von Lilian.
Ich finde es wichtig, sich bewusst zu machen, wie besonders Erinnerungen
sind. Sie sind einfach etwas, was wir wissen und wahrscheinlich nie
vergessen, was uns wichtig ist und was uns ausmacht.
Deswegen können wir uns freuen, denn:
Erinnerungen kann uns niemand nehmen.

In einer anderen Welt #Lieblingszeilen 1

Ab heute werden wir jeden Sonntag in unserem Archiv stöbern und nach Lieblingszeilen suchen. Vor allem aus unseren Gedichten, aber natürlich lassen wir auch die anderen Texte nicht außer Acht – ich bin schin gespannt, was wir finden werden!

Als ich mich heute durch März 2016 geklickt haben, bin ich auf zwei Zeilen aus einem Gedicht von Mary gestoßen, die ich einfach wunderschön finde und mit euch teilen möchte:

Wenn ich träume, dann schwebe ich in einer anderen Welt.

Unsere Träume lassen uns Bilder jenseits der Realtät sehen. Und wenn wir dann fest glauben, wenn wir die Träume nach dem Erwachen festhalten, sie in unserem Herzen bewahren, dann können wir sie wahr werden lassen. Ein bisschen wahr, immer mehr wahr. Wie ein Steinmetz, der wieder und wieder an einem Felsbrocken klopft, bis schließlich ein Engel hervortritt.

Denn es muss keine andere Welt bleiben. Diese andere Welt kann unsere Welt werden und dann können schweben. Jenseits der Träume. In diesem Leben.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr manchmal eure alten Texte? Stoßt ihr dann auf Lieblingszeilen?