Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant)

Soll ich das jetzt wirklich machen?
Nicht, dass die anderen noch lachen.
Ist das wirklich richtig so?
Ist dann auch jeder froh?
Wäre es nicht anders besser
STOP! Hör auf dieses Zweifeln

Denke einmal kurz nach, du selbst!
Dann entscheide.
Du handelst, du entscheidest!
Nur du kannst deinen eigenen Verstand benutzen.
Also trau dich, es kann dir nichts passieren!

Advertisements

Ich zähle mein Lächeln

Alte Worte, neue Worte

Alle zwei Wochen schreiben wir ein Gedicht zu einem Zitat, dass vorher ausgetauscht wurde. Über Vorschläge für Zitate freuen wir uns natürlich immer! Weitere Informationen findet ihr hier.

Wie oft lächelst du am Tag?
Ich weiß es nicht.
Ich zähle mit.

Eines für die Sonne, die mich am Morgen weckt.
Eines für die Blume, zart am Wegesrand.
Eines für die Stoppelkatzen, spielend im Heu.
Eines für dein lächelndes Gesicht.

Für den Freund, der mir hilft.
Für das Gedicht, das ich las.
Für den einen Satz, in der Mitte des Artikels.

Für deine Späße, ein oder zwei Mal.
Für den Song im Radio.
Für die Wolke, die aussieht wie ein lachendes Kamel.
Für das Bild, das mich an einen ganz besonderen Tag erinnert.

Und öfter noch, hier und dort.
Ein Ton, ein Wort, ein Mensch, ein Duft.
Eine Geste oder ein Gedanke.
So oft lächle ich. Und öfter noch.

Und du? Wie oft lächelst du?
Über die Kleinigkeiten im Leben…

„Kleinigkeiten machen das Leben schön.“

„You don’t remember what happened. What you remember becomes what happened.“ (aus An Abundance of Katherines von John Green)

 

Alte Worte, neue Worte

Die Mutter fragt ihren vierjährigen Sohn, was er heute am schönsten fand.
Er antwortete darauf, dass er den Spielzeugtraktor toll fand, mit dem ein Kind vorhin am Strand gespielt hatte.Nun würde er sich auch so einen wünschen. In rot mit dem gelben Streifen an der kleinen Plastiktür.
Daraufhin war die Mutter sprachlos. Mit dieser Antwort hätte sie nicht gerechnet.
Der kleine Traktor war ihr gar nicht aufgefallen. Sie und ihr Mann hatten nur Augen für das, was sie bezahlt hatten: den teuren Flug von Deutschland in die Karibik, das Luxushotel, in dem sie jetzt für drei Wochen wohnen sollten und natürlich den wunderbaren Strand.
Die Familie hatte ihren ersten Urlaubstag am Strand verbracht. Vater und Mutter waren nur damit beschäftigt, immer wieder festzustellen, wie fein doch der Sand sei und wie atemberaubend der Blick auf das türkisblaue Meer.
Doch keiner hat diesen Tag so erlebt, wie der kleine Junge. Ihm wird immer der funkelnde Traktor in Erinnerung bleiben.Nachdem er den gesehen hatte, hatte er keine Augen für das, was seine Eltern bewundert haben.

 

Mal sehen, was der Sohn in dreißig Jahren erzählen wird, wenn er seinen Freunden von seinem Urlaub in der Karibik berichtet.
Bestimmt etwas anderes, als das was seine Mutter direkt nach den Ferien ihren Freundinnen geschildert hat.

Alle zwei Wochen schreiben wir ein Gedicht zu einem Zitat, dass vorher ausgetauscht wurde. Über Vorschläge für Zitate freuen wir uns natürlich immer! Weitere Informationen findet ihr hier

Dein Weg

Ich möchte dir etwas sagen.
Ich möchte dir sagen, dass du besonders bist.
So wie du bist.
Ich möchte dir sagen, dass du geliebt wirst.
So wie du bist.
Ich möchte dir sagen, dass du auf wunderbare Art und Weise einzigartig bist.
Dein Weg ist deiner, deiner ganz allein. Ganz gleich was andere sagen, in welche Richtung sie dich weisen oder zu schubsen versuchen.
Lass nicht zu, dass andere dir vorgeben, wie du zu sein hast. Wie du dein Leben zu leben hast.
Denn es ist deines. Deines ganz allein.
Dein Leben und dein Weg.
Nimm nicht die ausgetreten Spur, nimmt nicht den Pfad mit den meisten Abdrücken.
Nimmt nicht die breite Straße, die schon so viele vor dir gegangen sind.
Nimm den Weg, den dein Herz dir weist. Denn dies ist deiner.
Nimm ihn, auch wenn er er über steinigen Grund führt, auch wenn er über hohe Klippen und durch dunkle Höhlen geht.
Nimm ihn, auch wenn er du ihn nicht immer sehen kannst.
Er entsteht während du gehst.
Dein Weg.

 

„Opinions about my life by anyone who is not me no longer matter.“

(aus Blackmail Boyfriend von Chris Cannon)

Alte Worte, neue Worte

„Erfolg oder Versagen ist viel eher die Folge unserer geistigen Einstellung als das Ergebnis unserer geistigen Fähigkeiten.“ (Sir Walter Scott)

Doch ist es wirklich nur die Folge unser eigenen geistigen Einstellung?
Ich glaube nicht.

Irgendwie kann man nicht vorher wissen, ob etwas gut oder schlecht ist.

Wer hätte gedacht…
…dass bunte Farbkleckse einmal „Kunst“ sind?
…dass das Schlagen auf Metallplatten „Musik“ sein soll?
…dass abgemagerte Frauen zum „Modeideal“ werden?
…dass künstliche Kosmetik uns „hübsch“ machen soll?
…dass Müllmänner und Putzfrauen beinahe verachtet werden?
Obwohl wir ohne sie doch gar nicht in unser ach-so-perfekten-Welt
leben könnten, weil wir uns vor unserer eigenen Scheiße ekeln würden.

Wir ziehen alle mit dem Strom,
machen das, was gerade angesagt ist.

Wir schauen nicht um uns,
denn wer es wagt stehen zu bleiben,
der ist anders – der wird ausgegrenzt.
Er muss tapfer sein und warten bis endlich sein Stil Mode ist.
Wann das ist, das weiß niemand.

Und wenn wir jetzt etwas erreichen wollen,
müssen wir uns der Einstellung der Gesellschaft eben anpassen.

So ist das heute. So war das früher.

„Wenn dir deine Träume keine Angst machen, sind sie nicht groß genug.“ (Ellen Johnson Sirleaf)

Manchmal wachst du auf und weißt nicht mehr, ob du geträumt hast
oder ob das, was du gerade erlebt hast, wahr ist.

Du bist schockiert, schweißgebadet und kannst schwer glauben,
dass das alles nicht echt sein soll.

Es ist Tag, du musst zurückkehren.
In das wirkliche Leben.
Vergessen, was du heute Nacht erlebt hast.

Doch sollen diese Träume so goß sein?
Sollen sie dich so weit in die Ferne tragen?
Sollen sie dir Angst einjagen?

Oder sind die großen Träume,
die es dir ermöglichen,
mehr als die Wirklichkeit zu erleben,
diese Angst wert?

„Leben ist das, was passiert, während wir dabei sind, andere Pläne zu schmieden.“ (aus Beautiful Boy von John Lennon)

Dein Kalender ist so voll,
Träume hast du viele.
Du willst noch viel machen,
dein Leben steht vor dir.

Aber vergesse nicht,
du lebst nicht irgendwann,
du lebst ganz genau jetzt,
jeden einzigen Tag.

Was machst du mit der Zeit?
Jeder Tag, die Stunden,
Minuten, Sekunden
ziehen an dir vorbei.

Und das passiert alles,
während du dabei bist,
dir zu überlegen,
was du wohl morgen machst.

Alte Worte, neue Worte

Alle zwei Wochen tauschen wir jeweils ein Zitat aus einem Buch, einer Rede, einem Gedicht, einem Lied oder einfach ein Sprichwort. Anschließend denken wir uns innerhalb der nächsten vierzehn Tage ein Gedicht dazu aus. Eine Liste von allen Zitaten und Gedichten der vergangenen Wochen findet ihr hier.

Die Zitate, zu denen wir gerade schreiben, findet ihr in der rechten Seitenleiste. Vorschläge nehmen wir gerne auf. Falls ihr ein besonders schönes oder interessantes Zitat kennt, dann lasst es uns wissen. Einfach in die Kommentare oder per Kontaktformlar.

Und falls ihr Lust habt, zu einem von unseren Zitaten ein Gedicht zu schreiben, dann freuen wir uns auch darüber. Schickt uns doch einfach einen Link zu eurem Beitrag!

Alte Worte, neue Worte


Anmerkung: Zur Zeit haben wir „Alte Worte, Neue Worte“ ausgesetzt. Stattdessen gibt es im Moment jeden Sonntag ein Naturbild mit einem kleinen Text dazu. Zitatvorschläge oder Gedichte sind natürlich trotzdem jederzeit willkommen!

„Viel mehr als unsere Fähigkeiten, sind es unsere Entscheidungen (…) die zeigen, wer wir wirklich sind“ (aus Harry Potter)

Entscheidungen oder Fähigkeiten,
was davon wird dir den Weg bereiten?

Fähigkeiten begrenzen unser Tun.
Entscheidungen bestimmen unser Tun.

Wie willst du etwas tun, was du nicht tun kannst?
Gibt es etwas, was du nicht tun kannst?

Um etwas tun zu können,
musst du dich dafür entscheiden, es zu tun
und dann deine Fähigkeiten einsetzen.
So erreichst du dein Ziel.

Es gibt viele Möglichkeiten zum Ziel zu gelangen,
deine Fähigkeiten einzusetzen.
Du musst dich nur entscheiden.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

(Sprichtwort, abgewandelt nach Friedrich von Bodenstedt)

Ein Wand‘rer geht
auf schmalen Pfaden
will einen Schritt
nach dem andren wagen

Er sucht des Menschen höchstes Gut
schwer hat er zu tragen
leise seufzend schwindet Mut
weit hört man ihn klagen

Er sucht das Glück, das kostbar ist,
sucht zwischen Fels und Wegen
wo immer ihn sein Pfad hinführt
er sucht auf Straßen und Stegen

Anders wär‘ die Reise wohl
Wenn ihn ein Pferd würd‘ tragen
Das Ziel, das wär‘ gefunden
Schon vor dem ersten Schritt
Wenn auf dem schönen, stolzen Tier
Er seines Weges ritt

Denn das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken der Pferde