Erinnerung wie Regentropfen

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Wenn Erinnerungen
zerschellen
wie Regentropfen
auf den Boden aufschlagen
zu nichts
zerfallen

wenn sie zerfließen
unsichtbar
trübe Pfützen
auf grauem Asphalt

Wenn sie fort sind
oder nie dagesessen

nichts wie es war
ausgewaschen
weggespült

von dem Rinnsal
am Straßenrand
die Minuten schwemmen
auf den Gullydeckel zu

Stunden verschwinden
in der Dunkelheit

 

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Allein sein

Wenn du alleine bist,
nagt das an deinen Gedanken, gewiss.

Du fühlst dich verloren,
vielleicht hat dein Herz gefroren.

Wieso verbringt niemand die Zeit mit dir?
Wieso stehst du jetzt ganz alleine hier?

Es fühlt sich seltsam an,
doch eigentlich fragst du dich:
„Was ist so komisch daran?“

Um dich herum ist es ungewohnt leise,
in deinem Kopf unerträglich laut.

Wie hast du es geschafft, dass alle dich verlassen?
Was hast du getan?
Was hast du gemacht?
Und vor allem, wie hast du es soweit gebracht?

Dass du einsam jetzt hier stehst,
ganz alleine deiner Wege gehst.

Das ist eine ganz neue Erfahrung.
Doch dabei musst du feststellen:

Auch allein sein,
kann unheimlich schön sein.

Ein Wunder

du musst groß träumen
und fest glauben

weit laufen
stets staunen
bunt denken
und hoch fliegen

du selbst sein
deinen Weg gehen
dein Ziel finden

mit jedem Schritt
an jedem Tag

deine Taschen mit Zuversicht füllen
sie wiegt leicht
die Gedanken in Hoffnung hüllen
sie trägt weit

du musst groß träumen
und fest glauben
und du wirst sehen
es werden Wunder geschehen


Wort der Woche: Wunder

Glaub an dich!

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Einfach mal in den Himmel sehen,
Draußen in der Natur oder
drinnen am Fenster stehen.

Träumen und denken,
dir selbst ein Lächeln schenken.

Freu dich über das, was war,
das, was kommen wird
und das, was jetzt ist.

Du hast schon viel geschafft, sicherlich!
Darum glaub in Zukunft auch an dich!

Auch wenn die Blumen welken

Bei LexasLeben gibt es die Aktion Ideenbild: Jeden Monat kann man sich von einem neuen Bild inspirieren lassen. Unten ist das Oktober-Bild zu sehen. Und auch wenn der Monat schon vorüber ist, kommt hier trotzdem noch mein Gedicht…

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auch-wenn-die-blumen-welken

Manche Dinge kann einem niemand  nehmen, noch nicht einmal der Tod. Erinnerungen mögen verblassen, aber die Spuren, die jemand in unserem Herz hinterlässt, die verschwinden nie.

Herbstgedanken

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Der Herbst schon auf der Schwelle steht
Die Klinke in der Hand
Der Sommer sich zur Tür hin dreht
In leuchtendem Gewand

Bunte Blätter fallen leise
Ein dunkler Sturm zieht auf
Die Vögel sind schon auf der Reise
Das ist der Tage Lauf

Das Gold des Sommers ist schon fort
verstaut in Stall und Scheunen
Nur kahle Bäume steh‘n noch dort
Die nun die Felder säumen

Abends sind die Straßen leer
Und am Kamin da wartet man
Auf Frühlings Wiederkehr

Ein Reisender steht vorn am Bug

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Ideenbild September 2016

Bei LexasLeben habe ich die Aktion Ideenbild entdeckt. Jeden Monat gibt es ein neues Bild, von dem man sich inspirieren lassen kann. Das September-Bild ist rechts zu sehen, und hier kommt mein Gedicht:

Ein Reisender steht vorn am Bug
Der Blick geht in die Ferne
Die Sonne sinkt, die glatte See
Erhellen bald die Sterne

Die Luft ist kühl, die Hoffnung groß
Den Aufbruch will er wagen
Wind liegt in den Segeln schon
Die Wellen werden ihn tragen

Noch leuchtet hell der Horizont
In vielen bunten Farben
Die Wolken zieh’n am Himmel lang
Ein Ziel muss er noch haben

Vorwärts will er, nie zurück
Das Steuer sicher in der Hand
sucht zwischen Himmel, rauer See
nach fremden Häfen, fernem Land