Allein sein

Wenn du alleine bist,
nagt das an deinen Gedanken, gewiss.

Du fühlst dich verloren,
vielleicht hat dein Herz gefroren.

Wieso verbringt niemand die Zeit mit dir?
Wieso stehst du jetzt ganz alleine hier?

Es fühlt sich seltsam an,
doch eigentlich fragst du dich:
„Was ist so komisch daran?“

Um dich herum ist es ungewohnt leise,
in deinem Kopf unerträglich laut.

Wie hast du es geschafft, dass alle dich verlassen?
Was hast du getan?
Was hast du gemacht?
Und vor allem, wie hast du es soweit gebracht?

Dass du einsam jetzt hier stehst,
ganz alleine deiner Wege gehst.

Das ist eine ganz neue Erfahrung.
Doch dabei musst du feststellen:

Auch allein sein,
kann unheimlich schön sein.

Ein Wunder

du musst groß träumen
und fest glauben

weit laufen
stets staunen
bunt denken
und hoch fliegen

du selbst sein
deinen Weg gehen
dein Ziel finden

mit jedem Schritt
an jedem Tag

deine Taschen mit Zuversicht füllen
sie wiegt leicht
die Gedanken in Hoffnung hüllen
sie trägt weit

du musst groß träumen
und fest glauben
und du wirst sehen
es werden Wunder geschehen


Wort der Woche: Wunder

Glaub an dich!

textpicture20170205_0137

Einfach mal in den Himmel sehen,
Draußen in der Natur oder
drinnen am Fenster stehen.

Träumen und denken,
dir selbst ein Lächeln schenken.

Freu dich über das, was war,
das, was kommen wird
und das, was jetzt ist.

Du hast schon viel geschafft, sicherlich!
Darum glaub in Zukunft auch an dich!

Auch wenn die Blumen welken

Bei LexasLeben gibt es die Aktion Ideenbild: Jeden Monat kann man sich von einem neuen Bild inspirieren lassen. Unten ist das Oktober-Bild zu sehen. Und auch wenn der Monat schon vorüber ist, kommt hier trotzdem noch mein Gedicht…

2016-oktober-ideenbild

auch-wenn-die-blumen-welken

Manche Dinge kann einem niemand  nehmen, noch nicht einmal der Tod. Erinnerungen mögen verblassen, aber die Spuren, die jemand in unserem Herz hinterlässt, die verschwinden nie.

Herbstgedanken

dsc01497

Der Herbst schon auf der Schwelle steht
Die Klinke in der Hand
Der Sommer sich zur Tür hin dreht
In leuchtendem Gewand

Bunte Blätter fallen leise
Ein dunkler Sturm zieht auf
Die Vögel sind schon auf der Reise
Das ist der Tage Lauf

Das Gold des Sommers ist schon fort
verstaut in Stall und Scheunen
Nur kahle Bäume steh‘n noch dort
Die nun die Felder säumen

Abends sind die Straßen leer
Und am Kamin da wartet man
Auf Frühlings Wiederkehr

Ein Reisender steht vorn am Bug

2016-september-ideenbild

Ideenbild September 2016

Bei LexasLeben habe ich die Aktion Ideenbild entdeckt. Jeden Monat gibt es ein neues Bild, von dem man sich inspirieren lassen kann. Das September-Bild ist rechts zu sehen, und hier kommt mein Gedicht:

Ein Reisender steht vorn am Bug
Der Blick geht in die Ferne
Die Sonne sinkt, die glatte See
Erhellen bald die Sterne

Die Luft ist kühl, die Hoffnung groß
Den Aufbruch will er wagen
Wind liegt in den Segeln schon
Die Wellen werden ihn tragen

Noch leuchtet hell der Horizont
In vielen bunten Farben
Die Wolken zieh’n am Himmel lang
Ein Ziel muss er noch haben

Vorwärts will er, nie zurück
Das Steuer sicher in der Hand
sucht zwischen Himmel, rauer See
nach fremden Häfen, fernem Land

Ich zähle mein Lächeln

Alte Worte, neue Worte

Alle zwei Wochen schreiben wir ein Gedicht zu einem Zitat, dass vorher ausgetauscht wurde. Über Vorschläge für Zitate freuen wir uns natürlich immer! Weitere Informationen findet ihr hier.

Wie oft lächelst du am Tag?
Ich weiß es nicht.
Ich zähle mit.

Eines für die Sonne, die mich am Morgen weckt.
Eines für die Blume, zart am Wegesrand.
Eines für die Stoppelkatzen, spielend im Heu.
Eines für dein lächelndes Gesicht.

Für den Freund, der mir hilft.
Für das Gedicht, das ich las.
Für den einen Satz, in der Mitte des Artikels.

Für deine Späße, ein oder zwei Mal.
Für den Song im Radio.
Für die Wolke, die aussieht wie ein lachendes Kamel.
Für das Bild, das mich an einen ganz besonderen Tag erinnert.

Und öfter noch, hier und dort.
Ein Ton, ein Wort, ein Mensch, ein Duft.
Eine Geste oder ein Gedanke.
So oft lächle ich. Und öfter noch.

Und du? Wie oft lächelst du?
Über die Kleinigkeiten im Leben…

„Kleinigkeiten machen das Leben schön.“

„You don’t remember what happened. What you remember becomes what happened.“ (aus An Abundance of Katherines von John Green)

 

Alte Worte, neue Worte

Die Mutter fragt ihren vierjährigen Sohn, was er heute am schönsten fand.
Er antwortete darauf, dass er den Spielzeugtraktor toll fand, mit dem ein Kind vorhin am Strand gespielt hatte.Nun würde er sich auch so einen wünschen. In rot mit dem gelben Streifen an der kleinen Plastiktür.
Daraufhin war die Mutter sprachlos. Mit dieser Antwort hätte sie nicht gerechnet.
Der kleine Traktor war ihr gar nicht aufgefallen. Sie und ihr Mann hatten nur Augen für das, was sie bezahlt hatten: den teuren Flug von Deutschland in die Karibik, das Luxushotel, in dem sie jetzt für drei Wochen wohnen sollten und natürlich den wunderbaren Strand.
Die Familie hatte ihren ersten Urlaubstag am Strand verbracht. Vater und Mutter waren nur damit beschäftigt, immer wieder festzustellen, wie fein doch der Sand sei und wie atemberaubend der Blick auf das türkisblaue Meer.
Doch keiner hat diesen Tag so erlebt, wie der kleine Junge. Ihm wird immer der funkelnde Traktor in Erinnerung bleiben.Nachdem er den gesehen hatte, hatte er keine Augen für das, was seine Eltern bewundert haben.

 

Mal sehen, was der Sohn in dreißig Jahren erzählen wird, wenn er seinen Freunden von seinem Urlaub in der Karibik berichtet.
Bestimmt etwas anderes, als das was seine Mutter direkt nach den Ferien ihren Freundinnen geschildert hat.

Alle zwei Wochen schreiben wir ein Gedicht zu einem Zitat, dass vorher ausgetauscht wurde. Über Vorschläge für Zitate freuen wir uns natürlich immer! Weitere Informationen findet ihr hier

Dein Weg

Ich möchte dir etwas sagen.
Ich möchte dir sagen, dass du besonders bist.
So wie du bist.
Ich möchte dir sagen, dass du geliebt wirst.
So wie du bist.
Ich möchte dir sagen, dass du auf wunderbare Art und Weise einzigartig bist.
Dein Weg ist deiner, deiner ganz allein. Ganz gleich was andere sagen, in welche Richtung sie dich weisen oder zu schubsen versuchen.
Lass nicht zu, dass andere dir vorgeben, wie du zu sein hast. Wie du dein Leben zu leben hast.
Denn es ist deines. Deines ganz allein.
Dein Leben und dein Weg.
Nimm nicht die ausgetreten Spur, nimmt nicht den Pfad mit den meisten Abdrücken.
Nimmt nicht die breite Straße, die schon so viele vor dir gegangen sind.
Nimm den Weg, den dein Herz dir weist. Denn dies ist deiner.
Nimm ihn, auch wenn er er über steinigen Grund führt, auch wenn er über hohe Klippen und durch dunkle Höhlen geht.
Nimm ihn, auch wenn er du ihn nicht immer sehen kannst.
Er entsteht während du gehst.
Dein Weg.

 

„Opinions about my life by anyone who is not me no longer matter.“

(aus Blackmail Boyfriend von Chris Cannon)

Alte Worte, neue Worte