Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Du bist aufgeregt, weißt nicht, was kommt, geschweigen denn, wie es weitergehen soll?

Weißt du was: Schaue nach vorne, nicht nach hinten.
Vor dir liegt die Zukunft,
hinter dir die Vergangenheit. Letztere hast du schon erlebt. Die Zukunft dagegen,
die liegt noch vor dir, aus der kannst du machen, was du möchtest.
Genieße diese Freiheit!

Und einmal im ganz natürlich betrachtet: Jetzt kommt der Herbst, die dunkle Jahreszeit.
das bedeutet für uns noch einmal ganz besonders, dass wir nach vorne und der Sonne entgegen schauen sollten. Nach dem winter kommt sie wieder und auch jetzt können wir jeden Tag einen kleinen Funken von ihr am Himmel finden.
Suchen wir nach ihr, nach etwas das uns glücklich macht,
haben wir automatisch keine Zeit mehr, nach den Wolken, den Problemen, zu suchen.

 

Zitat aus Südafrika

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Wie Kerzen in der Nacht

Ich möchte schöne Erinnerungen sammeln, bunte Momente, lange Gespräche, wilde Abenteuer und glückliche Gedanken. Ich möchte sie aufheben und bei mir tragen, damit sie leuchten. Wie Kerzen in der Nacht.

Ich möchte sie ansehen können, wenn alles dunkel ist. Ich möchte sie ansehen können, um zu wissen, dass das Licht nicht weit ist.

Ich möchte sie in meinem Herzen tragen, sie helle Spuren ziehen lassen. Ganz leicht, ihre Berührung, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.

Ich will sie nie, niemals verlieren.

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Ich habe unseren Blog wieder auf der Suche nach neuen Lieblingszeilen durchforstet und bin dabei auf einen Beitrag von Mary aus dem letzten Jahr gestoßen. Ihr Text heißt „Danke für diesen Tag“ , was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Ich finde es unglaublich wichtig, die schönen Tage in Erinnerung zu behalten und für die dankbar zu sein.

Das helle und das dunkle Kalt

Es gibt verschiedene Arten von kalt.
Es gibt das helle Kalt, das Schnee-Kalt. Das die Finger steif und die Wangen rot werden lässt. Dagegen helfen Mützen, Handschuhe und dicke Jacken.
Und es gibt das dunkle Kalt, das leere Kalt. Das sich klammheimlich im Innern ausbreitet. Dagegen helfen Umarmungen. Freundliche Worte. Und gute Bücher.

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Niemand kann perfekt sein. Aber jeder kann leuchten.

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Mary hat letzte Woche einen Text über Perfektion geschrieben. Und mich zum Nachdenken gebracht. Sie hat recht. Allzu oft versucht man, perfekt zu sein. Aber es ist nicht Perfektion, die die Welt zum Leuchten bringt. Sondern Mut. Tapferkeit. Kinderlachen.
Schmetterlinge und Sonnenschein. Träume. Geschichten.

All jene Menschen, die niemals perfekt sind, aber immer für uns da. Die zu uns halten und an uns glauben.

Hoffnung und Sonnenaufgänge. Regenbögen. Kerzenlicht.

Keine perfekten Entscheidungen. Aber solche, die neue Wege zeigen.
Kein perfektes Leben. Aber ein Glas voll glücklicher Erinnerungen.
Denn niemand kann perfekt sein. Aber jeder kann leuchten.


Wort der Woche: Perfektion

Perfekt sein

zu weit, zu nahIMG_20150408_142110 - Arbeitskopie 2

zu dick, zu dünn

zu groß, zu klein

zu alt, zu jung

zu einfach, zu schwer

zu kurz, zu lang

zu viel, zu wenig

zu oft, zu selten

Sonst noch etwas?
Es muss perfekt sein!

zu voll, zu leersam_2020

zu breit, zu schmal

zu stark, zu schwach

zu schwarz, zu weiß

zu teuer, zu günstig

zu fettig, zu gesund

zu spießig, zu locker

zu warm, zu kalt

Kannst du nicht einfach mal zu frieden sein?
Nein, das ist dir ja viel zu schwer.

zu vorlaut, zu schüchterntextpicture20170219_0629

zu nass, zu trocken

zu hart, zu weich

zu schief, zu gerade

zu langsam, zu schnell

zu laut, zu leise

zu schlecht, zu gut

vielleicht zu perfekt?

Macht euch nicht so viele Gedanken, akzeptiert es, wie es ist und freut euch darüber. Wer weiß, ob es jemals wieder genauso ist…

Für meine Gedanken einen Schubladenschrank

Gib mir einen Schrank für meine Gedanken, einen großen, bunten Schubladenschrank. Ich will sie sortieren, all diese Worte und Sätze. Ich will sie in Schubladen sperren können und die Schlüssel umdrehen. Ich will sie verwahrt wissen, sicher verwahrt. Ich will die Schlüssel an einem großen Ring mit mir herumtragen können.

Manche will ich aufbewahren, damit sie ganz gewiss bleiben. Andere will ich fortsperren, damit sie sich nicht mehr nachts anschleichen können, aus dem Dunkeln kriechend die Träume füllen, den Schlaf verscheuchen. Manche will ich fortschieben, so weit, als wären sie nie dagewesen. Ich stelle mir Wüsten vor, weite Meere, hohe Berge hinter die ich die schicke… Aber nichts, nichts kann man ungedacht machen.

Manche möchte ich ordnen, aufstapeln, auseinander nehmen. Damit ich sie nacheinander betrachten kann, sie drehen und wenden. Damit ich herausfinden kann, wer sie wirklich sind. Denn sie hüllen sie allzu oft in trügerische Gewänder.

Ja, ich möchte einen Schubladenschrank für das Durcheinander in meinem Kopf. Alles wirbelt kreuz und quer, vermischt sich, ändert die Farbe. Dreht, wandelt, rempelt sich. Ich möchte einen Schrank mit großen und kleinen Schubladen. Mit abschließbaren und mit offenen Fächern. Ich möchte einen Schubladenschrank für meine Gedanken.


Inspiriert hat mich Marys Beitrag mit dem Titel Kopf voll? aus dem ich auch meine Lieblingszeile für diese Woche habe:  Manchmal muss es stürmen – um uns herum und in uns drinnen – damit wieder Ruhe einkehren kann.  Auch eine Möglichkeit, so einen vollen Kopf zu ordnen…

Reflexionen über die Zeit

Sie eilt, sie kriecht, sie hetzt, sie schleicht, die Zeit.
Manchmal, ja, dann ist sie da, im Übermaß, will nicht weichen. Er rührt sich nicht von der Stelle, der Zeiger der Uhr, was man auch tut. Wenn man wartet, am Bahnsteig, am Busbahnhof, auf die anderen, allein.
Aber dann, wenn man sie sucht, da findet man sie nicht. Dann rücken die Zeiger, unaufhörlich, schneller als die Minuten erlauben. Dann springt sie, die Zeit, und rennt, hetzt ihre Sekunden.
Aber Zeit ist Zeit. Man kann sie nicht kann voranschieben und man kann sie aufhalten. Man kann sie nicht sehen und man kann sie nicht mit den Händen greifen. Aber man kann sie zu schätzen wissen. Wenn sie da ist.
Denn sie ist unendlich kostbar, die Zeit.

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Wort der Woche: Zeit

Es träumen die Wälder

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Es ist still. Nur die Vögel sind zu hören. Und der Wind, der um die Zweige streift. Ein feines Rauschen.

Sonnenstrahlen suchen ihren Weg zwischen den tanzenden Blättern hindurch und malen Flecken auf den dunklen Waldboden. Ein Schmetterling lässt sich auf eine rosafarbenen Blüte nieder. Ein kleiner Käfer mit glänzendem Panzer sucht seinen Weg zwischen moosbewachsenen Steinen und abgebrochenen Ästen.

Dann ein leises Knacken. Ein Reh taucht auf. Schlanke Gestalt und funkelnde Augen. Einen Moment regungslos verharrend. Und dann wieder fort, zwischen schmalen Bäumen und mächtigen Stämmen hindurch. In die Tiefen des Waldes, in die man als Mensch kaum vorzudringen vermag.

Wenn man den Kopf in den Nacken legt, kann man ein Stückchen Himmel sehen. Blauer Himmel, weiße Flecken, eingerahmt von grünen Blättern.

Es ist still. Es ist friedlich. Es ist eine andere Welt, direkt nebenan und doch so fernab der gedängten Hausfassaden, der breiten Straßen, der drückenden Luft. Der Menschen und Menschen.

Es ist als träumten die Wälder leise vor sich in in dieser schnellen lauten Welt.

Allein sein

Wenn du alleine bist,
nagt das an deinen Gedanken, gewiss.

Du fühlst dich verloren,
vielleicht hat dein Herz gefroren.

Wieso verbringt niemand die Zeit mit dir?
Wieso stehst du jetzt ganz alleine hier?

Es fühlt sich seltsam an,
doch eigentlich fragst du dich:
„Was ist so komisch daran?“

Um dich herum ist es ungewohnt leise,
in deinem Kopf unerträglich laut.

Wie hast du es geschafft, dass alle dich verlassen?
Was hast du getan?
Was hast du gemacht?
Und vor allem, wie hast du es soweit gebracht?

Dass du einsam jetzt hier stehst,
ganz alleine deiner Wege gehst.

Das ist eine ganz neue Erfahrung.
Doch dabei musst du feststellen:

Auch allein sein,
kann unheimlich schön sein.