Vom Wind getragen

Manche Dinge gehen kaputt, wenn man sie festhält.
Manche Dinge muss man loslasse, damit der Wind sie an den Ort tragen kann, an den sie gehören.

Schmetterlinge zum Beispiel.
All jene, denen es bestimmt ist, zu fliegen.

Die Vergangenheit.
Erinnerungen, die uns festhalten, in einer Zeit, die es nicht mehr gibt.

Blütenblätter und Schneeflocken.
So fragil, dass eine Berührung sie zerbrechen könnte.

Entscheidungen

Manchmal weiß man genau, was das Eine und was Alles Andere sein wird. Manchmal ist es nicht schwer.

Aber an anderen Tagen, zu andere Momenten, ist man sich das Anderen gar nicht bewusst. Eine unsichtbare Masse an Vielleichts, die nie in Erscheinung treten. Nebelschwaden, auf dem Weg, den man nicht gewählt hat.

Und in den schwierigsten Augenblicken gibt nur Alles Andere und nicht mehr das Eine. Gibt es nur eine große Kreuzung, und keinen Weg, der klar hervorsticht. Eine große Kreuzung, auf der man herumirrt, ein Schritt nach rechts, nach vorne und zurück. Wieder in die Mitte, aus Angst, den falschen Pfad zu wählen.

Aber vielleicht, ganz vielleicht, gibt es keinen richtigen und keinen falschen Pfad. Vielleicht kann man auf jedem Weg die Sterne treffen, wenn man die Schritte nur richtig setzt.

 

Kannst du dich mal entscheiden?

Regen, Sonne, Wind, Sturm, Nebel, Stille, Hagel oder Hitze
Kannst du dich jetzt bitte mal entscheiden?

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Doch auf die Frage werden wir wohl (vom Wetter) nie eine Antwort bekommen.
Aber so ist es nicht nur mit dem Wetter.
Auch wir sind so.
Können uns nicht entscheiden.
Fangen eine Sache an, beginnen die nächste, bevor die erste zuende gebracht
wurde. Nebenbei noch mal kurz das Programm abklären, die Einkaufsliste im
Hinterkopf behalten, die Nachrichten checken und eigentlich musst du
ja auch schon längst an deinem Arbeitsplatz sitzen. Doch stattdessen suchst
du den Autoschlüssel, willst noch eben die Blumen gießen und eigentlich
solltest du überhaupt erstmal etwas frühstücken.

Du merkst es erst, wenn es zu spät ist, wenn du schon in die Spirale
hineingeraten bist, dich alles verfolgt, du hinter jedem herhinkst, selbst
nicht mehr weißt, was jetzt gerade los ist, wo du selber stehst.

Langsam! Keine Angst. Du kommst wieder aus dieser Spirale heraus.
Konzentrier dich auf das Jetzt, mache das beste aus der Situation.
Es kann wieder gut werden, auch wenn du dir das gerade überhaupt nicht
vorstellen kannst.

Denn du darfst nie vergessen, Regenbögen sind wunderschön.

Unsichtbar, und doch da

Ich stehe unter einem Torbogen und beobachte die Lichter der Stadt. Gelbe Punkte, auf die Küste getupft. Nachts sieht man weniger. Nachts sieht man mehr. Ich lege den Kopf in den Nacken und blicke zum Himmel empor.

Manche Dinge schluckt die Dunkelheit, denke ich. Hüllt sie in ihren Mantel und verbirgt sie vor unseren Augen.

Aber für andere brauchen wir sie, diese Finsternis. Die Sterne kann nur sie uns zeigen. So groß und so weit entfernt, Sterne die wie unzählige Perlen das Antlitz der Nacht verzieren.

Die Nacht hüllt ein, die Sonne blendet. Nie kann man alles sehen.

Einfach glücklich sein

023An was denkst du, wenn
du dieses Bild siehst?
Wenn du nach Hause gehst?
Wenn du am Schreibtisch sitzt?
Wenn du verträumt nach draußen schaust?

Vermutlich denkt jeder von uns an etwas
anderes. Der eine an seine Arbeit, der andere
an seine Familie.
Die eine an ihre Probleme, die andere an den
Witz aus dem Radio.

Ich gehöre deutlich zu Letzteren.
In freien Minuten genieße ich es, mir das in Erinnerung zu rufen, worüber ich mich
zuletzt gefreut habe.
Ob es das Lächeln einer Freundin oder meine Schmusekatze war, was mich glücklich
gemacht hat, ist dabei egal.
Einen Grund sich zu freuen, gibt es immer.
Denke ich daran zurück, bin ich einfach glücklich und kann mich gleichzeitig auch schon auf die nächste schöne Kleinigkeit freuen 🙂

Probiert es doch auch mal!

So ungnädig, die Zeit

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Ich möchte zurückgehen und den leeren Moment mit meinem Lächeln füllen.
Unmöglich.
Ich kann ihn nicht mehr erreichen. Mein Lächeln ist da, aber der Moment ist verloren, fortgespült von den Wellen der Zeit.

Ja, sie ist ungnädig, die Zeit, mit ihrem starren Schritt. Nimmt alles mit sich fort. Zu einem Ort kann man zurück, zum Augenblick nie wieder.

So unachtsam bin ich durch mein Leben gelaufen, in dem Glauben, es würden noch tausende Momente kommen. Aber ich habe mich geirrt. Und auf einen Schlag steht man da, mit nichts als Schuldgefühlen und leerer Verzweiflung. Man möchte den Moment zurück, den man nicht beachtet hat. Aber er ist fort. Weitergezogen, wie eine Katze, der es nicht gefällt.

So wertvolle Tage

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Seltene Dinge sind wertvoll. Gold ist wertvoll. Silber. Edelsteine. All diese seltenen Metalle und Erze.
Aber warum bloß gehen wir dann so verschwenderisch mit unseren Tagen um? Jeder Tag ist wertvoll. Jeden Tag gibt es nur ein einziges Mal.
Nimm deine Tage wahr, jeden einzelnen von ihnen. Liebe sie. Schätze sie. Und vor allem: Lebe sie. Lebe jeden Tag.


„Das Leben ist kurz,
brich die Regeln,
vergib schnell
küsse langsam, liebe wahrhaftig,
lache unkontrolliert
und bereue nichts
was Dich zum Lächeln gebracht hat.“
(Mark Twain)

Am Rand einer Klippe

Wenn du am Rande einer Klippe stehst, dann kann es sein, dass du bei dem nächsten Schritt fällst. Aber es kann auch sein, dass du fliegst.
Wenn du es nicht wagst, diesen Schritt zu gehen, dann wirst du nie erfahren, wie weit deine Flügel dich tragen können.

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Das Licht der Gegenwart – Live in the now

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Wenn der Nebel das Gestern verhüllt und das Morgen in Schleier legt, dann vergiss nicht das Heute, erhellt vom Licht der Gegenwart. Denn der Moment, in dem man lebt, ist der Ort, den man sieht.

Nimm ihn als solchen wahr. Lebe im Jetzt, im Heute, der Gegenwart.

Gehe weiter auf deinem Weg, achte auf deine Schritte und du wirst sehen, der Nebel lichtet sich.