Für jeden ein Wunder: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz #9

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

<<The way I figure it, everyone gets a miracle.>>
(aus „Paper Towns“ von John Green)

Ich finde es eine schöne Vorstellung, dass jeder Mensch auf dieser Welt ein Wunder bekommt… ganz verschiedene, aber für jeden etwas Besonderes. Vielleicht ist es wirklich so. Vielleicht bekommt jeder Mensch ein Wunder. Und es liegt an uns, dieses zu erkennen…

Habt ihr Paper Towns/ Auf Margos Spuren gelesen? Wie hat es euch gefallen?
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Fliegen und fallen: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz #7

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

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aus: „Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina de Robertis 

Vielleicht ist es einfach Ansichtssache… ob man fällt oder fliegt. Vielleicht ist für den einen Fliegen, was für den anderen Fallen wäre.

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Ein Schmetterling: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz #6

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

Ich bin ein Schmetterling.
(aus „Ich, die andere“ von Jana Frey)

Für mich passt dieser erste Satz wirklich gut zu der Geschichte. Wie ein Schmetterling muss Kelebek sich erst aus ihrem Kokon befreien, um endlich die Fkügel ausbreiten zu können.

Zum Buch: Kelebek ist beides, Deutsche und Türkin. Sie lebt in Deutschland, ihre Freundinnen sind Deutsche. Aber ihre Ferien verbringt sie bei der Großfamilie in der Türkei. Sie trägt ein Kopftuch, möchte den Ramadan begehen. Sie liebt Kunst, das Malen, ihre Großmutter. Und sie liebt Janosch, den sie nicht lieben dürfte, weil ihre Familie ihn nie akzeptieren würde. Er ist Künstler, Musiker. Er ist Deutscher. Und er ist Christ. Als ein Freund der Familie Kelebek und Jansch zusammen sieht, droht die Situation außer Kontrolle zu geraten…

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Alle bisherige erste Sätze sind hier zu finden.

 

Von Engeln und Teufeln: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz #5

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

Ein weiterer besonderer erster Satz, den ich gefunden habe, ist dieses hier aus A Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor:

Once upon a time, an angel and a devil fell in love.
(aus „Daughter of Smoke and Bone“ von Laini Taylor)

Wie lautet der erste Satz aus dem Buch, das ihr gerade lest? Und wie gefällt er euch?

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Die Philosphie einer Zeit: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz N° 4

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

Ein weiterer Satz für meine Sammlung ist der Anfang von Jane Austens Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteile):

„It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune, must be in want of a wife.“
(aus Pride and Prejudice von Jane Austen)

(Auf Deutsch: „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein alleinstehender Mann, der ein beträchtliches Vermögen besitzt, einer Frau bedarf.“ )

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Es war die beste und die schönste Zeit… (Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz N° 3)

Am 9. November 1799 übernimmt General Napoleon Bonaparte die Macht in Frankreich und beneendet so die turbulente Zeit der Französischen Revolution. In den Jahren davor ist viel Gutes, aber auch viel Schreckliches passiert. Mensch- und Bürgerrechte, Gewaltenteilung, Wahlrecht stehen auf der einen Seite. Auf der anderen: Terror und Schreckensherrschaft, zunehmende Radikalisierung und eine Spirale aus Gewalt. Knapp 50.000 Menschen fallen allein in den Jahren 1793 und 1794 der Guillotine zum Opfer. Am Ende sind die Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit enttäuscht worden. Aber die Ideen haben überlebt und wir halten noch heute an den Idealen der Französischen Revolution fest.

Nichts beschreibt diese von Gegensätzen geprägte Zeit besser als dieser eine Satz, der erste aus Charles Dickens A Tale of Two Cities:

„It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair, we had everything before us, we had nothing before us, we were all going direct to Heaven, we were all going direct the other way – in short, the period was so far like the present period, that some of its noisiest authorities insisted on its being received, for good or for evil, in the superlative degree of comparison only.“
(A Tale of Two Cities by Charles Dickens)

Es war die beste und die schönste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis. Es war der Frühling der Hoffnung und der Winter des Verzweifelns. Wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, die Periode glich der unsrigen so wenig, daß ihre lärmendsten Tonangeber im Guten wie im Bösen nur den Superlativgrad des Vergleichens auf sie angewendet wissen wollten.
(Eine Geschichte aus zwei Städten von Charles Dickens)

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

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Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz N° 2: Der Scharm

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

Für heute habe ich den ersten Satz aus Der Schwarm von Frank Schätzing:

„An jenem Mittwoch erfüllte sich das Schicksal von Juan Narciso Ucanan, ohne dass die Welt Notiz davon nahm.“
(aus Der Schwarm von Frank Schätzing)

Und wie findet ihr diesen Satz?

Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Man hat da Cover gesehen, vielleicht den Klappentext gelesen. Aber erst dieser Satz ist der Anfang der Geschichte. Deshalb möchte ich ersten Sätze nun besondere Aufmerksamkeit widmen.
Dies soll der Beginn einer Sammlung sein, einer Sammlung von ersten Sätzen, die in Erinnerung bleiben. Die Interesse wecken. Die schön klingen, oder auch kurios. Die die Stimmung des Buches widerspiegeln. Die einen zum Nachdenken bringen. Oder die aus einem ganz anderen Grund besonders sind.

Anfangen möchte ich mit dem ersten Satz aus einem Buch, das ich als Kind immer wieder gelesen habe:

Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen.
(aus Tintenherz von Cornelia Funke)

Ich mag die Vorstellung von wisperndem Regen, sie vermittelt etwas Geheimnisvolles, so als wäre der Regen ein Vorbote für das, was nach jener Nacht geschehen wird. Außerdem hört sich der Satz wunderschön an, die Wörter passen gut zusammen.

Was meint ihre? Kennt ihr einen ersten Satz, der auf irgendeine Art und Weise besonders ist?