Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Noch nie  war mir bewusst, wie wichtig es ist WIE man etwas macht.
Stell die vor, du unterhältst dich mit jemanden. Was für einen Unterschied macht es da, wenn sich dein Gegenüber zu dir hinüberlehnt oder stattdessen seinen Stuhl von dir weg rückt?
Dieser Kontrast ist von unglaublicher Bedeutung. Es ist nahezu egal, was man macht. Wichtig ist, wie man etwas macht.
Das vermittelt „Stolz und Vorurteil“ dem Leser immer wieder.
Doch auch ist die Wirkung bewundernswert, welche erzielt werden kann, indem zwei Personen ihre Fehler hinter sich lassen – Stolz und Vorurteil.
Der Roman scheint auf den ersten Seiten eine einfache Erzählung aus dem 19. Jahrhundert zu sein. Genau das ist es aber nicht. Jede Zeile vermittelt Informationen. Dadurch bleibt das Buch für den aufmerksamen und bewussten Leser von der ersten bis zur letzten Seite spannend.
Kaum hatte ich die letzte Zeile gelesen, war ich kurz davor den Roman direkt noch einmal von vorne durch zu lesen.
Es ist beeindruckend, wie Jane Austen geschrieben hat. Das Buch ist einfach komplett durchdacht, ausgefeilt und genial interessant!