Title Tuesday: Dein eines, wildes, kostbares Leben

Title Tuesday ist eine Aktion von Lisibooks, bei der es um schöne und außergewöhnliche Buchtitel geht…

Dieser Titel ist mir vor kurzem über den Weg gelaufen:

Der Titel spielt auf die letzten beiden Zeilen aus Mary Olivers Gedicht The Summer Day an: „Tell me, what is it you plan to do with your one wild and precious life?“ Und genau das ist auch die Frage, die die Schüler in Parkers Abschlussklasse in einem Tagebuch beantworten sollen. Aber das ist gar nicht so leicht. Parker Frost weiß genau was man von ihr erwartet: ein Medizinstudium in Stanfort. Aber was will sie wirklich? Was will sie mit ihrem einen, wilden, kostbaren Leben anfangen?

Im Roman muss sie jedoch nicht nur das herausfinden, sondern auch, was in jener Nacht vor 10 Jahren wirklich geschah, in der zwei Schüler bei einem Autounfall ihr Leben ließen. Und sie muss erkennen, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen…

Für jeden ein Wunder: Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz #9

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

<<The way I figure it, everyone gets a miracle.>>
(aus „Paper Towns“ von John Green)

Ich finde es eine schöne Vorstellung, dass jeder Mensch auf dieser Welt ein Wunder bekommt… ganz verschiedene, aber für jeden etwas Besonderes. Vielleicht ist es wirklich so. Vielleicht bekommt jeder Mensch ein Wunder. Und es liegt an uns, dieses zu erkennen…

Habt ihr Paper Towns/ Auf Margos Spuren gelesen? Wie hat es euch gefallen?
erster-satz

Lesen-Alphabeth

Und hier ist es schon mein Alphabeth zum Thema Lesen 🙂

Anders
Bücher
Copyright
Denken
Entspannen
Ferne
Gefühl
Herzlich
Irreal
Jetzt
Klappentext
Leidenschft und Liebe (ich konnte mich nicht entscheiden)
Mörderisch
Neu
Obergeil
Praktisch
Quälend
Rätseln
Spannung
Träumen
Utopie
Verzaubern
Wissen
TeXTe im LeXikon
Y-sprachlos
Zeitschriften

„Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habe“

Inhalt
Die erste Hälfte der Buches ist Merissa gewidmet, die zweite Nadja. Beide haben sie es nicht leicht in ihrem letzten Schuljahr: Merissa ist beliebt, ehrgeizig und erfolgreich, der Studienplatz an einer Eliteuni ist ihr schon sicher. Trotzdem geht es ihr nicht gut, sie steht extrem unter Druck, auch die schwierige Beziehung zu ihrem Vater belastet sie sehr.
Nadja kämpft mit ihrem Gewicht, mit dem Verschwinden ihrer Mutter, ihrer neuen Stiefmutter, den Mobbingattacken der Mitschüler.
Und schließlich ist da noch der Verlust ihrer Freundin Tink, die sich einige Wochen zuvor das Leben nahm.
Auf der Suche nach einem Ausweg greifen schließlich auch Merissa und Nadja zu drastischen Maßnahmen.

Wirkung
Joyce Carol Oates erzählt seltsam distanziert, beschreibt aber gleichzeitig sehr differenziert, wie es in den beiden Mädchen aussieht und was sie zu ihren Handlungen veranlasst.
Ich konnte mich beim Lesen nicht wirklich mit den Charakteren identifizieren, verstehe aber nun, weshalb die Autorin als “Großmeisterin des psychologischen Jugendromans” genannt wird. Für mich war der Stil ungewohnt, aber beeindruckend.

Botschaft
Das Buch erinnert uns daran, dass es wichtig sein kann, auf unsere Mitmenschen zuzugehen und hinter ihre Fassade zu blicken. Manchmal sind wir traurig, verzweifelt oder furchtbar erschöpft, aber wir sagen trotzdem, es sei alles in Ordnung. Und genau dann brauchen wir jemand, der die Wahrheit zu erkennen vermag.

Zitat

“Es war wie eine Achterbahnfahrt. Eine wilde, beängstigende Fahrt, bei der man zu sterben glaubt – die man nicht zu überleben glaubt -und ein entsetzliches Kreischen ausstößt, das sich für die Menschen am Boden wie ein Lachen anhört.”

(Quelle: Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habe von Joyce Carol Oates)

 

 

 

Der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs?

#Mittendrinmittwoch ist eine Aktion von elizzy91.
Es geht einfach darum einen Buchausschnitt aus seinem aktuellen Buch vorzustellen.

Ich musste bei den Sätzen

„Du brauchst einem Mädchen bloß scharf in die Augen zu gucken und schon hast du das
Sagen.“
„Wenn wir Jungs anstarren, denken die, wir finden sie gut.“

ziemlich schmunzeln.

Es ging an dieser Stelle einfach nur darum, wie Mädchen im Gegensatz zu Jungs
reagiern.
Ist der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs wirklich so eindeutig?

Die Sätze stammen übrigens aus „boy2girl“ von Terence Blacker.

Letztendlich sind wir dem Universum egal

Zum ersten mal in seinem Leben geht A seinen eigenen Weg.
Der Weg dahin war nicht einfach.
A kennt es nicht, dass jemand ihm vertraut.

Würdest du etwa jemandem glauben, der dir verklickern möchte, dass er jeden Tag in einem anderen Körper an einem anderen Ort aufwacht? Dass er jeden Tag anders aussieht , sich immer an neue Umstände anpassen muss und sowieso nichts für immer ist?

Was ist, wenn so jemand sich verliebt oder einfach nur eine Freundin haben möchte?
Sie soll ihm vertrauen und ihn Tag für Tag wiedererkennen.
Das ist wohl zu viel verlangt.

A hat nicht einmal einen richtigen Namen. Er weiß nicht, was es bedeutet eine
Vergangenheit und eine Zukunft zu haben.

Irgendwann erkennt er, endlich, dass es manchmal egal ist, was andere von einem
selbst denken,
dass er seinen Weg gehen muss, dass er frei ist und sich nach seinen, anstatt nach
den Wünschen anderer, richten darf.

 

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan.

#readbooks Challenge im Januar 2017

Bei elizzy91 habe ich vor einer Weile die #readbooks Challenge mit 3 Haupt- und zwei Bonusaufgaben für jeden Monat entdeckt. Da ich es eine schöne Idee finde habe ich mich mal an die Aufgaben gewagt:

  • Lest ein Buch von einem euch noch unbekannten Autoren: Schweig still, süßer Mund ist mein erstes Buch von Janet Clark gewesen.
  • Lest ein Erstlingswerk von einem Autoren:  Open Road Summer ist der Debütroman von Emery Lord. Hier geht es zu einem Leseeindruck…
  • Lest ein Buch aus dem Genre „Urban Fantasy“. Hier habe ich The Screaming Staircase von Jonathan Strout gelesen, was mir von den drei Büchern übrigens am besten gefallen hat. Ein bisschen ausführlicher in diesem Beitrag

Und zu guter letzt mache ich es mir noch einmal ganz leicht und hänge eine von den beiden Bonusaufgaben einfach an diesen Beitrag an, und zwar meine Jahresleseziele:

In diesem Jahr möchte ich…

  • mehr Klassiker lesen.
  • mehr fremdsprachige Bücher lesen, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Eigentlich möchte ich auch noch eine Sprache lernen…
  • meinen Horizont erweitern, indem ich neue Autoren und Genres kennenlerne.
  • und vor allem Spaß am Lesen haben! Das ist für mich am wichtigsten 🙂

 

The Screaming Staircase von Jonathan Strout

aus-dem-regal-gezogen-weil
mich der Klappentext überzeugt hat! Ich habe ihn hier verlinkt.

es-handelt-von
Geistern. In London. Und von Agenten. Also den Geisterjägern.
50 Jahre vor Beginn der Geschichte sind in England vermehrt Geister-Erscheinung aufgetreten. Sie werden in verschiedene Typen eingeordnet, je nachdem wie gefährlich sie sind. Deshalb sind die Agenten so wichtig. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um gegen die Erscheinungen vorzugehen. Degen, Eisenketten, Salzbomben, Lavendel sind dabei im Einsatz… Ohne mich in den Details zu verlieren nur so viel: Es gibt ein komplexes, detailreiches System aus verschiedenen Geistern, ihren Begleiterscheinungen, Auswirkungen und den Möglichkeiten, gegen sie vorzugehen.
Ein allerdings wichtiger Punkt: Sterben können alle durch die Erscheinungen, sehen können sie aber nur Kinder, und das auch nur, wenn sie über eine besondere Gabe verfügen.
Ich-Erzählerin Lucy Carlyle und ihre beiden Kollegen verfügen über solche Fähigkeiten, allerdings müssen sie nicht nur mit übernatürlichen Feinden kämpfen – sondern auch mit Gegnern aus Fleisch und Blut.

die-charaktere-sind
hauptsächlich Lucy Carlyle, erwähnte Ich-Erzählerin; Anthony Lockwood, der charismatischer Anführer der kleinen Truppe, und George Cubbins (Brille, Vorliebe für Donuts, Recherchetalent).

zu-sprache-und-schreibstil
Ein flüssiger Stil, leicht zu lesen. Spannend und mit witzigen Dialogen.

und-ausserdem
„You’ll want to leave the lights turned on… Strout is a genius.“ wird Rick Riordan auf dem Cover zitiert. Und da kann ich ihm nur zustimmen. Die Geschichte war so fesselnd, dass ich mitten in der Nacht noch gelesen habe. Der Großteil meines Zimmers lag im Dunkeln… und dann ging auf einmal die Tür einen Spalt weit auf. Wie von Geisterhand. Ein wenig unwohl zumute war mir dann doch…

Kleines Manko: ich hätte gerne mehr über die Zeit und die Gesellschaft erfahren. An welchem Punkt, hat sich diese Welt von der Version, die wir kennen, getrennt? Zu welcher Zeit spielt die Geschichte? Aber vielleicht muss ich das Buch einfach noch einmal lesen und nach Hinweisen Ausschau halten… Elektrizität gibt es. Internet nicht. An Autos kann ich mich auch nicht erinnern..

fazit
Die Handlung ist definitiv spannend! Außerdem haben mir die ganzen Details rund um die Geister sehr gefallen – ein komplexes, in sich stimmiges System.

Daten zum Buch:
Titel: Lockwood & Co. – The Screaming Staircase
Autor: Jonathan Strout
Sprache: Englisch (gibt es aber auch als deutsche Übersetzung unter dem Titel „Die Seufzende Wendeltreppe“)
Seiten: 452
Verlag: Doubleday (Random House Groupe), 2013

P.S.: Durch ein Bild vom Cover wird so ein Beitrag natürlich gleich viel ansprechender. Trotzdem möchte ich aus urheberrechtlichen Gründen darauf verzichten. Hier geht es aber zu der entsprechenden Seite von Jonathan Strout, auf der verschiedene Versionen des Covers zu sehen sind.

Open Road Summer von Emery Lord

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mir der Titel sofort gefallen hat. Er klingt wunderschön, außerdem schwingt dieser Hauch von Freiheit, Abenteuer und Sommersonne mit. Aufbrechen, losziehen… frei sein. Großartig!

es-handelt-von
zwei besten Freundinnen, Dee Montgomery und Reagan O’Neill, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dee ist eine erfolgreiche Musikerin, ein freundlicher, sehr höflicher Mensch, sorgsam darum bemüht, ihr Privatleben und ihre Musikkarriere voneinander zu trennen. Als manipulierte Fotos von ihr in den Umlauf geraten, ist nicht nur ihre Karriere bedroht, sondern auch sie persönlich  hart getroffen.
Zu Reagans Vergangenheit gehören dagegen Alkohol, Zigaretten, schlechte Gesellschaft und Polizei. Doch damit hat sie abgeschlossen, will damit abschließen. Eine neue Reagan soll es geben, eine bessere und ihr Leben „drama-free“.
Gemeinsam haben die beiden ihre Freundschaft –  und ihre gebrochenen Herzen. Was passt da besser, als eine 24-Städte-Tour durch die USA?
Schnell taucht allerdings Matt Finch auf, Opening Act bei Dees Konzerten und ihr „fake-boyfriend“ – eine Strategie der PR-Abteilung, um die Presse abzulenken. Er heitert Dee auf und schafft es gleichzeitig, Reagans Vorsätze gehörig ins Wanken zu bringen…

die-charaktere-sind
sympathisch und glaubwürdig. Sie haben alle ihr Päckchen zu tragen, und gehen alle unterschiedlich damit um. Vor allem die Ich-Erzählerin Reagan fand ich spannend. Sie hat sehr unterschiedliche Seiten, und je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt, desto besser erkennt man, weshalb sie sich so verhält, wie sie es tut.
Dees Geschichte dagegen führt einem noch einmal vor Augen, in was für einen goldenen Käfig das Berühmtsein einen sperrt. Was es alles mit sich bringt, auf beiden Seiten.
Und Matt ist sympathisch, witzig und genau der Richtige, um Reagan aus ihrem Schneckenhaus zu locken.

zu-sprache-und-schreibstil
… ein leichter, lockerer Erzählstil, teilweise durchaus humorvoll, der gut zu der Ich-Ezählerin passt. Vor allem Matt und Reagan ziehen einander immer wieder auf, was sehr amüsant zu lesen ist.

und-ausserdem
hat mir besonders gefallen, dass man Reagans Geschichte als Leser nur nach und nach erfährt. Wie sie eigentlich ihren Arm gebrochen hat, und was genau ihre turbulente Vergangenheit alles beinhaltet. Lauter kleine Andeutungen und Hinweise, die sich ansammeln und die man selber zusammensetzten kann, um ein Bild zu bekommen. Ich liebe es, wenn man als Leser selber mitdenken und Spuren suchen kann. Geht es euch ähnlich? Oder bin ich einfach ein Rätselfreak?

fazit
Auch wenn man es bei dem Titel vielleicht erwarten könnte, handelt es sich nicht um einen klassischen Roadtrip, schließlich tourt Dee mit ihrer gesamten Band inklusive Sicherheitspersonal, PR-Betreuern und allen, die dazu gehören.
Insgesamt aber eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Am Ende hätte ich Reagan am liebsten geschüttelt und in die richtige Richtung geschubst, aber so hat es natürlich besser zu ihrem Charakter gepasst. Also in sich auch sehr stimmig.
Der lockere Stil macht es leicht zu lesen, und so braucht man auch nicht besonders lange für die Lektüre. Also perfekt geeignet für Zwischendurch…

Daten zum Buch
Titel: Open Road Summer
Autor: Emery Lord
Sprache: Englisch (es gibt aber eine deutsche Übersetzung mit demselben Titel)
Seiten: 344
Verlag: Bloomsbury, 2015

 

 

Saturday Sentence: Red Queen

Saturday Sentence ist eine Aktion von Lesefee. Ein kleines Buchspielchen für alle die teilnehmen mögen.

Und so geht’s:

1. Nimm deine aktuelle Lektüre.
2. Gehe auf Seite 158, finde Satz 10 und teile uns so mit wie dein „saturday sentence“ lautet.

Tatatataa… bitte einen Trommelwirbel, denn hier kommt mein sensationeller Saturday Sentence:

„The last surviving lightbulb swings above us, barely illuminating the room and my stunned family.“
(Red Queen von Victoria Aveyard)

Naja, doch nicht so sensationell  😉  So oder so wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende!