Es war die beste und die schönste Zeit… (Auf der Suche nach dem schönsten ersten Satz N° 3)

Am 9. November 1799 übernimmt General Napoleon Bonaparte die Macht in Frankreich und beneendet so die turbulente Zeit der Französischen Revolution. In den Jahren davor ist viel Gutes, aber auch viel Schreckliches passiert. Mensch- und Bürgerrechte, Gewaltenteilung, Wahlrecht stehen auf der einen Seite. Auf der anderen: Terror und Schreckensherrschaft, zunehmende Radikalisierung und eine Spirale aus Gewalt. Knapp 50.000 Menschen fallen allein in den Jahren 1793 und 1794 der Guillotine zum Opfer. Am Ende sind die Hoffnung auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit enttäuscht worden. Aber die Ideen haben überlebt und wir halten noch heute an den Idealen der Französischen Revolution fest.

Nichts beschreibt diese von Gegensätzen geprägte Zeit besser als dieser eine Satz, der erste aus Charles Dickens A Tale of Two Cities:

„It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair, we had everything before us, we had nothing before us, we were all going direct to Heaven, we were all going direct the other way – in short, the period was so far like the present period, that some of its noisiest authorities insisted on its being received, for good or for evil, in the superlative degree of comparison only.“
(A Tale of Two Cities by Charles Dickens)

Es war die beste und die schönste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis. Es war der Frühling der Hoffnung und der Winter des Verzweifelns. Wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, die Periode glich der unsrigen so wenig, daß ihre lärmendsten Tonangeber im Guten wie im Bösen nur den Superlativgrad des Vergleichens auf sie angewendet wissen wollten.
(Eine Geschichte aus zwei Städten von Charles Dickens)

Erste Sätze sind etwas ganz besonderes. Deshalb möchte ich hier erste Sätze zusammentragen, die auf irgendeine Art und Weise besonders sind. Sie bleiben in Erinnerung. Sie wecken Interesse. Vielleicht klingen sie besonders schön oder besonders kurios. Manche mögen die Stimmung des Buches widerspiegeln. Oder einen zum Nachdenken bringen. Oder aus aus einem ganz anderen Grund besonders sein…

erster-satz

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