Falsch

Was hinterlässt dieses Wort nur für Spuren in unserem Kopf?

Fühlst du dich schuldig, wenn du es hörst?

In der Schule wird uns bei gebracht, dass ausschließlich die richtigen Antworten zählen. Auf der Arbeit werden wir gefeuert, wenn wir nicht das Richtige leisten und selbst in unserer Freizeit hören wir manchmal: „Das hast du falsch gemacht?“

Immer und immer wieder taucht dieses Wort auf, in jedem beliebigen Zusammenhang. Jeder verwendet es. Dabei stellt sich doch die Frage: Was ist falsch? Wie lässt sich dieses Wort definieren? Ist es einfach nur das Gegenteil von Richitg? Und können wir uns nicht auch einfach mal mit einem Graubereich zufriedengeben? Meist ist die Grenze zwischen Richtig und Falsch, schwarz und weiß, doch sowieso ganz subjektiv definiert.

 

Wort der Woche: Falsch

Advertisements

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Du bist aufgeregt, weißt nicht, was kommt, geschweigen denn, wie es weitergehen soll?

Weißt du was: Schaue nach vorne, nicht nach hinten.
Vor dir liegt die Zukunft,
hinter dir die Vergangenheit. Letztere hast du schon erlebt. Die Zukunft dagegen,
die liegt noch vor dir, aus der kannst du machen, was du möchtest.
Genieße diese Freiheit!

Und einmal im ganz natürlich betrachtet: Jetzt kommt der Herbst, die dunkle Jahreszeit.
das bedeutet für uns noch einmal ganz besonders, dass wir nach vorne und der Sonne entgegen schauen sollten. Nach dem winter kommt sie wieder und auch jetzt können wir jeden Tag einen kleinen Funken von ihr am Himmel finden.
Suchen wir nach ihr, nach etwas das uns glücklich macht,
haben wir automatisch keine Zeit mehr, nach den Wolken, den Problemen, zu suchen.

 

Zitat aus Südafrika

Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi

Eine Gabe – ein Fluch
Stell dir vor, niemand würde mit dir sprechen. Niemand würde dich berühren. Niemand würde sich auch nur in deiner Nähe aufhalten wollen. In der Schule würden sie Steine nach dir werfen.
Stell dir vor du würdest von niemandem geliebt, noch nicht einmal von deinen eigenen Eltern.
Stell dir vor, du wärest ganz allein.
So geht es Juliette in Tehereh Mafis „Ich fürchte mich nicht“. Denn Juliette ist anders.
Sie hat eine Gabe. 
Einen Fluch. 
Ihre Berührung ist tödlich.
Zu Beginn des Romans ist sie eingesperrt. In Isolationshaft. Seit 264 Tagen ohne menschlichen Kontakt, ohne die Sonne, den Himmel. Allein.

Welt ohne Flügel
Ein dystopischer Roman, angelegt in einer Welt, in der die Natur zerstört und der Gesellschaft zerrüttet ist. Es gibt keine Vögel mehr. Es gibt keine Freiheit mehr. Der Alltag wird von Gewalt beherrscht.

Ein Erzählstil, der ins Herz dringt
Tahereh Mafi hat in einem unnachahmlichen Schreibstil eine tief berührende Geschichte und eine beeindruckende Protagonistin geschaffen. Juliettes Einsamkeit, ihr verzweifelter Wunsch nach menschlicher Nähe dringen einem ins Herz.
Es ist, als würde man mit ihr zweifeln, leiden, kämpfen, hoffen, fliehen.
Auffällig sind auch die durchgestrichenen Wörter, Sätze oder ganze Passagen. Zunächst mag dieses Stilmittel ein wenig befremdlich wirken, aber andererseits gelingt es der Autorin so zu zeigen, wie zerrissen Juliet innerlich ist und wie sie ihre eigenen Gedanken zensiert.

Die Protagonistin
Sie ist unglaublich selbstlos. Trotz allem, was ihr angetan wurde, verliert sie nicht die Hoffnung, an das Gute in den Menschen. Nicht eine Sekunde schwankt sie in ihrer inneren Überzeugung, in ihrem Glaube an das, was falsch und was richtig ist. Das ist absolut bewundernswert.

Fazit
Eine Roman, der tief berührt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt, über das was aus unserer Welt, unseren Idealen wohl werden wird…


Daten zum Buch
Titel: Ich fürchte mich nicht
Originaltitel: Shatter me
Autorin: Tahereh Mafi
Übersetzerin: Mara Henke
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 23 Juli 2012

Himmelblau bis Nachtschwarz

Ich liebe es, den Himmel zu beobachten.

Wolkentürme, Regenbögen. Blau und grau und bunt.

Ich liebe Sonnenauf- und untergänge. Rot, orange und violett.

Und ich liebe die Sterne, die in der Dunkelheit funkeln.

abendwolken

Sonnenuntergang am Meer

IMG_1838

Sommerwolken

leichtbewo%cc%88lkt

leicht bewölkt

IMG_1903 - Arbeitskopie 2

und dunkelgrau


Wort der Woche: Himmel

Wie Kerzen in der Nacht

Ich möchte schöne Erinnerungen sammeln, bunte Momente, lange Gespräche, wilde Abenteuer und glückliche Gedanken. Ich möchte sie aufheben und bei mir tragen, damit sie leuchten. Wie Kerzen in der Nacht.

Ich möchte sie ansehen können, wenn alles dunkel ist. Ich möchte sie ansehen können, um zu wissen, dass das Licht nicht weit ist.

Ich möchte sie in meinem Herzen tragen, sie helle Spuren ziehen lassen. Ganz leicht, ihre Berührung, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.

Ich will sie nie, niemals verlieren.

DSCN0413 - Arbeitskopie 2

Ich habe unseren Blog wieder auf der Suche nach neuen Lieblingszeilen durchforstet und bin dabei auf einen Beitrag von Mary aus dem letzten Jahr gestoßen. Ihr Text heißt „Danke für diesen Tag“ , was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Ich finde es unglaublich wichtig, die schönen Tage in Erinnerung zu behalten und für die dankbar zu sein.

Geburtstag

Heute wird unser Blog 2 Jahre alt. Das ist die perfekte Gelegenheit euch Lesern für euer Interesse an unseren Beiträgen zu danken. Nur wegen euch macht das Bloggen solchen Spaß 🙂

Jetzt möchte ich gar nichts mehr groß schreiben. Stöbert einfach ein bisschen auf unserer Seite. Anregungen, Ideen oder Verbesserungsvorschläge sind immer gerne willkommen.

Eure Lilian und Mary

Ich bin die, die niemand sieht (Julie Berry)

Die, die niemand sieht
Judith verschwand an demselben Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet wurde. Nach zwei Jahren kehrt sie zurück. Aber sie hat mehr verloren hat als die Zunge, die ihr Entführer ihr aus dem Mund schnitt. Denn mit der Zunge hat sie auch ihre Sprache verloren. Und ihren Platz in der Gemeinde.
Sie hat ihre Kindheit verloren, in den Jahren, in denen sie gefangen gehalten wurde.
Sie hat ihre Freunde verloren, die erschrocken vor ihr zurückweichen.
Sie hat ihren Vater verloren, der in ihrer Abwesenheit starb und die Liebe ihrer Mutter, die sie nun schlägt, und ihr jeden Versuch zu sprechen verbietet.
Und sie hat ihre große Liebe verloren: Lucas, der mit einer anderen verlobt ist. Ihr Freund aus Kindertagen, den sie nur noch aus der Ferne beobachtet.

Der Wandel
Zunächst ist Jufith schüchtern und ängstlich. Es gibt kaum direkte Rede, all ihre Gedanken bleiben unausgesprochen. Doch sie wandelt sich, und mit ihr die Sprache des Buches. Als sie mühsam lernt, Worte neu zu formen, nimmt der Anteil der direkten Rede zu. Und als sie anfängt ihre beobachtende Haltung abzulegen und aktiver wird, überwiegt allmählich die Erzählung der Gegenwart.
Die Sprache des Buches unterstreicht eindrücklich die Entwicklung der Protagonistin.

Wie ein Puzzle
Gegenwart und Vergangenheit, Erlebtes und Erinnertes werden verknüpft; meist in kurzen Szenen aneinandergereiht. So entsteht langsam ein Bild, wie ein Puzzle, bei dem an dieser und dann an jener Stelle ein paar Teile gelegt werden, bis sie alle am Ende ein Ganzes ergeben. Das macht es zu Beginn schwierig, den Rahmen der Geschichte zu erkenne. Beispielsweise wird nicht deutlich zu welcher Zeit oder in welchem Land die Geschichte angesiedelt ist. Religion und strenge, religiöse Moralvorstellungen spielen eine wichtige Rolle. Ein Pranger kommt vor, der an mittelalterliche Praktiken erinnert; allerdings auch ein durchaus umfangreich scheinendes Waffenarsenal, das eher auf das 19. oder 20. Jahrhundert schließen lässt. Aus dem Klappentext geht nicht einmal hervor, dass die Geschichte überhaupt in der Vergangenheit spielt. Zu Beginn mag das verwirrend wirken, aber andererseits treten so Judiths Geschichte, ihre Gefühle und ihre Gedankenwelt in den Vordergrund. Außerdem erhält der Roman etwas Geheimnisvolles, etwas Spannendes, da man nur nach und nach erfährt, wie alles zusammenhängt.

Du denkst, du sagst, du tust
Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive erzählt, allerdings redet Judith über ganze Passagen hinweg Lucas direkt an. Sie erzählt ihm was er tut, und denkt, und sagt. Dies wirkt zunächst leicht irritierende, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten, um die Beziehung der beiden der beiden zu charakterisieren.

Und die Wahrheit?
Kommt ganz am Ende zum Vorschein. Lange weiß niemand, was mit Judith und mit ihrer besten Freundin damals wirklich geschehen ist. Darum gefällt mir auch der englische Titel, All the truth that‘s in me, ein wenig besser als die deutsche Version.

Fazit
Insgesamt eine leicht geheimnisvoll anmutende, bewegende Geschichte mit einem ganz besonderen Erzählstil!

daslichtdergegenwart

Informationen zum Buch
Titel: Ich bin die, die niemand sieht
Autorin: Julie Berry
Aus dem Englischen von Stephanie Singh 
Originalverlag: Penguin US
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 11.11.2013

 

Ein Leben aus Puzzleteilen

Wie unser Leben aus unzählligen Puzzleteilen besteht, das eine größer, das andere kleiner und jedes einzigartig. Jeden Tag erleben wir Neues, machen Erfahrungen und Begegnungen mit bisher Unbekanntem. So kommt jeden Tag ein neues Puzzleteil zu unserem Leben hinzu … und jeder einzelne Tag besteht wieder aus ganz vielen kleinen Puzzleteilen.

Es gibt so viel, was uns zu dem macht, wer wir sind. Du lebst dein Leben und niemand anderes lebt es für dich! Wir sollten es genießen und uns weniger vergleichen, auch wenn es schwer fällt. Denn jeden von uns gibt es nur einmal 🙂

Wort der Woche: Puzzleteil

Herbst genießen

Für unser Lieblingszeilenprojekt stöbern wir auf unserer Webseite nach alten,
besonders schönen Zeilen. Heute habe ich das hier gefunden:

Der Herbst schon auf der Schwelle steht
Die Klinke in der Hand
Der Sommer sich zur Tür hin dreht
In leuchtendem Gewand

und noch weitere schöne Zeilen schreibt Lilian in Herbstgedanken.
Dazu noch dieses wunderschöne Bild

dsc01497

Dieses Jahr ist der Herbst früh dran. Umso mehr können wir die letzten
Sonnenstrahlen genießen und bei einer Fahrradtour oder einer Wanderung die Natur genießen.

Ein magischer Ort

Für unser Lieblingszeilenprojekt durchsuche ich ab und zu unsere alten Beiträge nach besonders schönen Zeilen. Heute bin ich auf dieses Bild gestoßen:

img_2908

Dieser Ort gilt als einer der schönsten auf der Erde – die Cliffs of Moher in Irland.
Ich war da und kann nur bezeugen, dass es stimmt.
Während ich direkt an den Klippen entlang gewandert bin, musste ich oft stehen bleiben, innehalten und die Natur bewundern. Es war unglaublich. Ich konnte nur staunen, was für schöne Plätze es auf dieser Erde gibt. Währenddessen habe ich für eine Weile alles um mich herum vergessen…
(Mary)

Kennt ihr andere magische Orte? Welche sind für euch die schönsten auf der Erde? (Ich bin sicher, dass es davon unheimlich viele gibt. Man muss sie nur finden.)


Wort der Woche: Natur