Entscheidungen

Manchmal weiß man genau, was das Eine und was Alles Andere sein wird. Manchmal ist es nicht schwer.

Aber an anderen Tagen, zu andere Momenten, ist man sich das Anderen gar nicht bewusst. Eine unsichtbare Masse an Vielleichts, die nie in Erscheinung treten. Nebelschwaden, auf dem Weg, den man nicht gewählt hat.

Und in den schwierigsten Augenblicken gibt nur Alles Andere und nicht mehr das Eine. Gibt es nur eine große Kreuzung, und keinen Weg, der klar hervorsticht. Eine große Kreuzung, auf der man herumirrt, ein Schritt nach rechts, nach vorne und zurück. Wieder in die Mitte, aus Angst, den falschen Pfad zu wählen.

Aber vielleicht, ganz vielleicht, gibt es keinen richtigen und keinen falschen Pfad. Vielleicht kann man auf jedem Weg die Sterne treffen, wenn man die Schritte nur richtig setzt.

 

Lesen-Alphabeth

Und hier ist es schon mein Alphabeth zum Thema Lesen 🙂

Anders
Bücher
Copyright
Denken
Entspannen
Ferne
Gefühl
Herzlich
Irreal
Jetzt
Klappentext
Leidenschft und Liebe (ich konnte mich nicht entscheiden)
Mörderisch
Neu
Obergeil
Praktisch
Quälend
Rätseln
Spannung
Träumen
Utopie
Verzaubern
Wissen
TeXTe im LeXikon
Y-sprachlos
Zeitschriften

Lesen

Ich liege gerade in meinem Zimmer zwischen verschiedenen Bücherstapeln

  • gelesen
  • noch nicht gelesen
  • angefangen
  • englische Bücher
  • deutsche Bücher
  • wieder in die Bücherei zurück
  • muss ich jetzt aber unbedingt mal lesen

Da bleibt mir diese Woche wohl gar nichts anderes übrig, als das Wort Lesen auszuwählen.

Mindestens genauso viele schöne Dinge am Lesen fallen mir ein, wie Bücherstapel in meinem Zimmer liegen:

  • Träumen
  • erleben
  • jemand anderes sein
  • entspannen
  • Erfahrungen sammeln
  • lernen
  • genießen
  • Gefühl
  • abtauchen

(vielleicht mache ich mal ein Alphabeth zum Thema Lesen 🙂

Ich freue mich, dass es Bücher gibt und wir sie lesen können. Hoffentlich geht es euch genauso.

 

Kannst du dich mal entscheiden?

Regen, Sonne, Wind, Sturm, Nebel, Stille, Hagel oder Hitze
Kannst du dich jetzt bitte mal entscheiden?

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Doch auf die Frage werden wir wohl (vom Wetter) nie eine Antwort bekommen.
Aber so ist es nicht nur mit dem Wetter.
Auch wir sind so.
Können uns nicht entscheiden.
Fangen eine Sache an, beginnen die nächste, bevor die erste zuende gebracht
wurde. Nebenbei noch mal kurz das Programm abklären, die Einkaufsliste im
Hinterkopf behalten, die Nachrichten checken und eigentlich musst du
ja auch schon längst an deinem Arbeitsplatz sitzen. Doch stattdessen suchst
du den Autoschlüssel, willst noch eben die Blumen gießen und eigentlich
solltest du überhaupt erstmal etwas frühstücken.

Du merkst es erst, wenn es zu spät ist, wenn du schon in die Spirale
hineingeraten bist, dich alles verfolgt, du hinter jedem herhinkst, selbst
nicht mehr weißt, was jetzt gerade los ist, wo du selber stehst.

Langsam! Keine Angst. Du kommst wieder aus dieser Spirale heraus.
Konzentrier dich auf das Jetzt, mache das beste aus der Situation.
Es kann wieder gut werden, auch wenn du dir das gerade überhaupt nicht
vorstellen kannst.

Denn du darfst nie vergessen, Regenbögen sind wunderschön.

Kompass

Ich wünsche mir einen Kompass, den ich in der Hand halten und mitnehmen kann. Einen Kompass, der mir die Richtung weist, wenn ich denn Wirren der Welt verloren gehe. Der mir sagt, wo Norden ist, ganz sicher und zuverlässig. Einen Kompass, weil ich Angst habe, mich zu verlaufen, auf all diesen Wegen, die ein Leben nehmen kann, zwischen all diese Menschen, und all diesen Orten.

Einen Kompass, denke ich. Und dann fällt mir ein, dass ein Kompass allein nicht reicht. Auch eine Karte brauche ich, eine Landkarte, Straßenkarte, die mir sagt, was der Norden bringt, der Osten, der Westen. Die mich vor tiefen Schluchten und steilen Klippen warnt.

Ein Kompass und eine Karte… um nicht verloren zu gehen.

Aber ich habe keinen Kompass und ich  habe keine Karte. Könnte ich mein Ziel auf einer solchen überhaupt finden? Vielleicht ist ein Ziel etwas, das sich ergibt, während man läuft und stolpert und fällt. Vielleicht ändert es sich mit dem Weg… Und vielleicht wachsen neben den steinigsten Wegen die schönsten Blumen, vielleicht liegt hinter den steilsten Klippen die blauste See…

Vielleicht… muss ich einfach die Leinen losmachen und sehen wohin der Wind mich weht. Obwohl ich mir einen Kompass wünsche.

 

Unsichtbar, und doch da

Ich stehe unter einem Torbogen und beobachte die Lichter der Stadt. Gelbe Punkte, auf die Küste getupft. Nachts sieht man weniger. Nachts sieht man mehr. Ich lege den Kopf in den Nacken und blicke zum Himmel empor.

Manche Dinge schluckt die Dunkelheit, denke ich. Hüllt sie in ihren Mantel und verbirgt sie vor unseren Augen.

Aber für andere brauchen wir sie, diese Finsternis. Die Sterne kann nur sie uns zeigen. So groß und so weit entfernt, Sterne die wie unzählige Perlen das Antlitz der Nacht verzieren.

Die Nacht hüllt ein, die Sonne blendet. Nie kann man alles sehen.

Wort der Woche – Frühling

Frühling.
Frühling ist eine Jahreszeit.
Doch was ist es, das uns den Frühling lieben lässt?
Klar, die Blumen leuchten wieder, die Sonne lacht und der Himmel ist blau.

Aber da muss noch mehr sein.

Auf einmal sind wir wieder voll motiviert, lebendig, offen für neues und
lachen öfter.
Das verzaubet uns. Also lasst uns den Frühling genießen, etwas erleben und
uns nicht von Frühjahrsmüdikeiten aufhalten lassen.

Frühlingserwachen, Sonnenlachen

Frühlingserwachen,
Sonnenlachen,
lasst uns heut was
draußen machen.
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Wir können im Garten
Blumen pflanzen
oder vor guter Laune
tanzen.

Wir können mit Freunden
spazieren gehen,
dabei blühende Felder
sehen.

Wir können mit den
Kindern spielen,
das sind Dinge, die uns
schon immer gefielen.

Lasst uns vergnügt sein,
nicht (nur) zum äußeren Schein.
Sondern einfach, weil wir heute so glücklich sind,
wie ein kleines, unbesorgtes Kind.

Gestern, Heute, Morgen

Wir können aus der Vergangenheit lernen und den Weg für die Zukunft legen. Wir können Gestern vermissen und uns nach Morgen sehnen. Aber das alles nur im Jetzt. In diesem Moment, in diesem Augenblick. Wir können denken und träumen, in Worten und Bildern, die uns durch die Zeit springen lassen. Vor- und zurück. Aber leben, das können wir nur hier.  Im Jetzt. Der Gegenwart.

Darum ist Jetzt mein Wort der Woche. Ein Wort, das mich diese Woche begleiten soll, mich daran erinnern soll, wie kostbar jeder Augenblick ist. Wie wertvoll jede Sekunde, die verstreicht und nie mehr zurückkehrt. Der Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe; der Moment, in dem Du sie liest.

Viel zu oft schaue ich vor und zurück, schicke meine Gedanken in diese und jene Richtungen, weit fort durch die Zeit, anstatt die Augen zu öffnen und zu sehen, was vor mir ist. In diesem Moment. Im Jetzt.