„sei nicht so hart zu dir selbst“

Ja, das finde ich unglaublich schwer. Oft nehme ich mir vor, was ich alles an einem Tag schaffen möchte. Aber dann klappt es nicht. Dann werde ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht.

Vielleicht sollten wir das einfach mal lassen. Irgendwie wird es schon. Wir müssen uns nicht selber so einen Druck machen, denn wie wir schon mit „es ist okay, wenn du fällst““ gelernt haben, geht das Leben immer weiter.

Auch jetzt.

Manchmal musst du dir einfach etwas erlauben, das machen, was dir Spaß macht –
denn wo wäre sonst die Freude am Leben geblieben?
…auch wenn das Gewissen es uns mnachmal wirklich schwer macht.

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„Es ist okay, wenn du fällst“

Inspiriert zu diesem Gedanken hat mich der Songtext von „Hey“ (Andreas Burani).
Er hat recht. Wenn wir nur mal genauer darüber nachdenken.
Was kann uns schon passieren?
Wir können nur durch eine Prüfung durchfallen, wir können manchmal den Erwartungen anderer nicht gerecht werden, wir können auch manchmal uns selber nicht leiden.
Dabei ist es doch so wichtig, dass wir uns und unser Leben selber mögen, dass wir zufrieden sein können und das wir wissen, dass es schon irgendwie funktionieren wird. Oft wird es anders, als wir es uns vorgestellt haben.
Aber das Leben geht weiter.
Die Erde dreht sich.
Auch wenn wir uns gestritten haben, eine wichtige Klausur verhauen haben oder wir uns einfach schlecht fühlen.
Genau in solchen Augenblicken – erinnere dich daran, dass du das Glück hast zu leben.
Du kannst es genießen.
Und wenn es so, wie bisher nicht passt, dann richtest du es dir eben anders ein.
Zum Glück kann doch jeder sein Leben leben, wie er es möchte.
Auch du!
Du musst dich nie auf etwas für immer festlegen. Denn du selber hast die Chance, aus deinem Leben etwas Unvergessliches zu machen.
Dafür ist es nur wichtig, dass du nach vorne schaust, aus deinem Leben ein Leben machst, was von dir bestimmt ist und welches du liebst.
Morgen geht es weiter mit einer anderen wichitgen Zeile aus Lied, denn „sei nicht so hart zu dir selbst“.
Bis dann 🙂

 

Mutig sein

Ich habe ein großartiges Zitat von Emma Donoghue gefunden:

Scared is what you're feeling

(Bild erstellt mit Google Zeichnungen)

Ich will mir das zu Herzen nehmen. Ich kann nicht ändern, was ich fühle. Ich kann nicht keine Angst haben, wenn ich mich fürchte. Ein Gefühl lässt sich verdrängen, lässt sich leugnen, nur ändern kann man es nicht.

Aber ich kann selbst bestimmen, was ich tue. Ich kann meinen Verstand meine Taten bestimmen lassen. Nicht meine Angst. Ich kann mutig sein. Wenn ich mich dazu entscheide.

Lauren Wolk: Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Eine Insel zwischen Himmel und Meer wunderschöner und sehr besonderer Roman. Erzählt wir aus der Sicht von Crow. Das mag ungewöhnlicher Name für ein Mädchen sein, aber Crow hat auch eine ungewöhnliche Geschichte. Als Neugeborenes wurde sie in einem lecken Boot an dem Strand einer kleinen Insel angespült. Dort hat Osh sie dort gefunden und sich seither liebevoll um sie gekümmert, unterstützt von Miss Maggie, die auf der Nachbarinsel lebt. Aber für Crow bleiben trotzdem Fragen, Fragen die sie nicht mehr loslassen. Wer waren ihre Eltern? Warum haben sie sie dem Meer anvertraut? Und wie kann man wissen, wer man ist, ohne zu wissen, woher man kommt?

Die Sprache ist schön, anschaulich, teilweise sehr reich an Metaphern. Trotzdem passte sie auf ihre Art genau zu der Ich-Erzählerin. Insgesamt war der Roman  sehr angenehm zu lesen, berührend und eindrücklich. Es fiel nicht schwer, sich in Crow hineinzuversetzten, trotz ihrer außergewöhnlichen Situation.

Das Rätsel um Crows Vergangenheit ist recht schnell gelöst – für mich hätte es da noch mehr Rätselraten, mehr Spurensuche, mehr Spannung geben können. Andererseits bekommt man so natürlich auch sehr eindrücklich mit, wie sie mit dem Wissen umgeht und was es für sie bedeutet.
Auch hätte ich gerne mehr über Oshs Vergangenheit erfahren. Woher kommt er überhaupt? Was ist seine Geschichte? Was ist mit ihm geschehen, bevor er auf die Insel kam? Es ist immer wieder von einer fremd klingenden Sprache die Rede, seiner Muttersprache. Aber welche Sprache ist das überhaupt?

Die Charaktere sind interessant und wunderbar gegensätzlich, aber ich hätte gerne mehr über ihre eigenen Geschichten erfahren.

Die Thematik ist hat mit sehr gefallen: Es geht um Familie, darum wo man herkommt, wer man ist. Es geht um die Frage nach der eigenen Identität. Um das Erwachsenwerden, um das Suchen und um das Finden. Und um die Erkenntnis, dass Familie manchmal ganz einfach die Menschen sind, die einen lieben und sich um einen kümmern.

Allerdings wird man als Leser zu Beginn doch recht orientierungslos gelassen – wo spielt die Geschichte? Zu welcher Zeit, an welchem Ort? Ohne diese Informationen kann man auch nicht auf den gesellschaftlichen und politischen Rahmen schließen und das Geschehen nicht richtig einschätzen.

Insgesamt aber ein schönes, sehr berührendes Buch, das ich auf jeden Fall wieder lesen werde!

Wer bist du und wer bin ich?

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Wer bist du und wer bin ich?
Eine ganz banale Frage,
doch wer stellt sich diese nicht?
Manchmal auch des öfteren am Tage.

Manchmal, wenn du wieder glaubst,
dass niemand dich versteht,
du dir selber die positven Gedanken raubst,
und die Erde sich nur langsam dreht.

Du denkst: heute ist alles zu spät,
wünschst dir nichts sehnlicher, als einen Tag,
an dem endlich einmal kein Wind weht.
Weißt du, was ich mich dann frag:

Wer bist du und wer bin ich?
eine ganz banale Frage.
Doch wer stellt sich diese nicht?
Manchmal auch des öfteren am Tage.

Ich gehe zu dir, stelle mich neben dich.
Hier ist meine Hand, sie ist für dich da.
Wirklich, das ist eine Ehre für mich:
Denn nur wegen dir, kann ich ich sein.

Wer wir sind, ist manchmal einfach nicht wichtig.
Vielleicht kann man es auch gar nicht sagen,
denn wer verändert sich nicht?
Heute bist du ein anderer Mensch, als Morgen.
Genau wie ich.

Das ist jedenfalls das, was wir gemeinsam haben.

Wie hell leuchten Sterne, die fort sind

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Ist es nicht seltsam, dass man Sterne sehen kann, die schon lange nicht mehr existieren? Und andere aber sieht man nicht, obwohl sie da sind, hell und leuchtend. Irgendwo da draußen in der schwerelosen Finsternis.

Aber vielleicht ist es mit manchen Dingen so. So viel mag es geben, das da ist und wir nicht wahrnehmen. Und so viel, was wir erst sehen, wenn es fort ist…

Book based songs: The Fault In Our Stars

Bücher sind mehr als bedruckte Seiten. Wir lesen sie. In unseren Köpfen werden sie zu lebendigen Geschichten. Wir denken über sie nach. Wir lassen uns zu neuen Ideen inspirieren. Und neue, großartige Werke entstehen… Deshalb haben wir uns auf YouTube nach Songs umgesehen, die von Büchern inspiriert wurden. Es gibt unendlich viele, tolle Projekte, von denen wir euch hier einige vorstellen möchten.

Heute haben wir ein paar Songs zu The Fault in Our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) von John Green rausgesucht. Hier sind ein paar Zeilen, und bei einem Klick auf die Banner geht es direkt zu dem jeweiligen Video:

 „I will love you past my last good day“

 

„And I know to let go is the only chance we have to fly away“

 

„living a lifetime in the moments we spent“

Ellen Sandberg: Die Vergessenen

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Es gibt eine ganze Reihe von Personen, zunächst ein wenig verwirrend. Erzählt wird aus der Sicht von Manolis, einem Spezialist wenn es darum geht, still und leise Probleme aus der Welt zu schaffen. Und aus der von Vera. Sie ist Journalistin für eine Frauenzeitschrift, allerdings sehr unzufrieden mit ihrer Stelle. Viel lieber würde sie über Politik und Gesellschaft schreiben, ihr eigentliches Metier. Und zu guter Letzt gibt es Kathrin, Veras Tante, deren Geschichte in der Vergangenheit spielt, 1944 um genau zu sein. Zum Ende des Kriegs trat die damals junge Frau eine Stelle als Krankenschwester an in einer Heil- und Pflegeanstalt an. Eine Anstalt, die ihrem Namen mitnichten nicht gerecht wird: so viele der Schützlinge haben ihren Aufenthalt dort nicht überlebt. Man ahnt es als Leser, bevor es zur Sprache kommt…
Was alle drei Figuren verbindet,  sind geheimnisvolle Akten: Kathrin hat sie versteckt, Manolis soll sie suchen und vernichten. Und Vera will wissen, wer ihre Tante war, was sie getan und was sie gewusst in jener Zeit als Krankenschwester.

zu-sprache-und-schreibstil

Der Schreibstil ist sehr schön: eindrücklich, anschaulich, teilweise poetisch, mit wunderbaren Metaphern. Insgesamt wirklich angenehm zu lesen.
Vor allem der Prolog hat mir sprachlich sehr gefallen, zeigt er doch auf eine sehr eindrückliche Weise, dass das Grauen vor allem in dem schwingt, was nicht gesagt wird, in den dunklen Löchern zwischen den Sätzen.

und-ausserdemsorgt der Aufbau des Romans zweifelsohne für Spannung: verschiedene Handlungsstränge, die aufeinander zulaufen und Sprünge in der Zeit, wodurch sich das Bild nach und nach von allen Seiten her zusammenfügt. Das mag zunächst ein wenig verwirrend sein, mit all den Charakteren. Im Laufe der Geschichte wird es dafür aber umso spannender.

es-handelt-vonSchuld und Versöhnung. Von grausamen Verbrechen, die über Generationen hinweg ihre Spuren hinterlassen haben. Es geht um Gerechtigkeit. Um die Frage, was Gerechtigkeit eigentlich ist. Und es geht darum, wie man mit dem Grauen umgeht, das niemand rückgängig machen kann.

 

fazit

Ein spannender, fesselnder, erschütternder und zutiefst berührender Roman!